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Blasenschwäche in der Schwangerschaft – So entgehst du der Inkontinenz Falle

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So mal Hand auf’s Herz.
Das ist uns doch allen schon einmal passiert, oder?

 
Du hast geniest.
Und schwups waren ein paar kleine Tropfen im Slip.
 
Während der Schwangerschaft wird dir so etwas öfter passieren.
Was du gegen Blasenschwäche in der Schwangerschaft tun kannst – das erfährst du in diesem Artikel.

 

Am Anfang der Schwangerschaft hat fast jede Frau eine Blasenschwäche.

Ja man kann sagen….
Die Blasenschwäche ist ein typisches Schwangerschaftsanzeichen.
Denn es betrifft wirklich fast alle.
 
Denn normalerweise fasst deine Blase circa 300 bis 500 ml.
Das heißt – da passt ordentlich was rein.
Während deiner Schwangerschaft musst du aber bei sehr viel geringeren Mengen schon rennen.
 
Schuld sind wie immer, die Hormone.
Angeführt wird diese Hormonumstellung durch das Schwangerschaftshormon Progesteron.
Denn es sorgt für eine ganzheitliche Muskelentspannung.
 
Und diese Muskelentspannung hat zur Folge, dass sich Blähungen im Darmtrakt und vorübergehende Inkontinenz in den Harnwegen einstellen.
 
Dadurch, dass deine Schließmuskulatur so schön entspannt ist – wirst du das Gefühl haben – dass du ständig auf die Toilette musst.
 
Dann sitzt du auf dem Klo und bist völlig losgelöst.
Und schließlich kommen nur drei Tropfen.
Hab ich Recht?
 

Sei gewarnt

Vorsicht beim Lachen, Husten und Niesen
Denn genau bei diesen Tätigkeiten landen immer ein paar Tropfen in der Hose.
 
Es kann auch passieren, dass du nachts auf Toilette musst.
Klar doch, das ist bei vielen Frauen auch schon vor der Schwangerschaft der Fall gewesen.
 
Aber dennoch sind diese Umstände in der Schwangerschaft brisanter.
Denn schließlich kommt es auch relativ häufig vor, dass schwangere Frauen nachts einnässen.
Und dies ist eher unüblich, bei Frauen in diesem Alter.
 

Keine Angst – Irgendwann endet alles.

Auch die Blasenschwäche verzieht sich wieder.
Und zwar genauso schnell wie sie kam.
 
Du musst keine Angst haben, dass du krank bist.
Oder schlimmer noch, dass du ein Leben mit Windel führen musst.
 
Dennoch solltest du wissen, dass die Blasenschwäche auch nach der Geburt nochmal wiederkommen kann.
Also sei vorbereitet.
Dazu gleich mehr.
 

Also wie lange geht das Spiel?

Das ist die gute Nachricht.
Die Inkontinenz oder Blasenschwäche hat ein Ende.
Und zwar wird sich deine Lage ab dem 6 Monat deutlich bessern.
 
Also gegen Mitte der Schwangerschaft oder spätestens dem Beginn des zweiten Drittels wirst du feststellen – dass deine Harnaktivitäten wieder wie früher sind.
 
Aber freue dich nicht zu früh…
Denn später kommt die vorübergehende Schwangerschaftsinkontinenz wieder zurück.
Und zwar drückt dein Baby irgendwann gegen deine Blase.
Durch diesen Druck wirst du wieder Probleme bekommen, den Harn zurückzuhalten.
Und diesmal geht das Spiel weiter bis zur Geburt.
 

Wie lässt sich die Blasenschwäche wirksam behandeln?

Du bist nicht allein.
Und deshalb gibt es Schwangerschaftsslips mit Einlagen.
Auch Schwangerschaftsbinden* oder Ähnliches können helfen.
 
Durch die Einlage landet nichts mehr im Schlüppi.
So etwas ist ganz praktisch.
Denn die Einlage schmeißt du weg und packst danach eine neue hinein.
Das Problem bekommst du somit erst einmal in den Griff.
 

Eine Blasenschwäche kannst du mit Beckenbodentraining vorbeugen

Und dies am Besten schon vor der Schwangerschaft.
Also falls du ein Kind bekommen möchtest und nur hier bist – um mal zu schauen – was da alles so kommt.
Dann rate ich dir zu Beckenbodentraining oder anderem Sport, welcher deinen Rumpf stärkt – schon vor der Schwangerschaft.
 
Und was machen alle Frauen, welche schon schwanger sind?
Sie tun das Gleiche.
Es ist nicht zu spät.
Du kannst jetzt sofort mit vernünftigen Beckenbodentraining beginnen.
 
Und das solltest du auch.
Denn nach der Geburt kann es wieder zur Blasenschwäche kommen.
Es gibt auch Frauen, welche diese nie wieder loswurden.
Gerade nach der Geburt ist das Risiko da, an einer dauerhaften Blasenschwäche zu erkranken.
 
Also weg mit allen möglichen Ausreden und mach täglich ein paar Übungen für deinen Beckenboden.
Hier sind ein paar Übungen.




Falls du so etwas nicht allein machen willst – gibt es auch Kurse in deiner Umgebung dazu.
Oder du sprichst mit deiner Hebamme oder deinem Frauenarzt.
Wahrscheinlich kennt sie oder er – Trainer, welche diese Kurse anbieten.
 

Einfache Blasenübung für Sportmuffel

Du merkst schon – ich lasse nicht locker.
 
Doch lass dir sagen….
Sport zu treiben, ist nicht mehr als eine Angewohnheit.
Und glaube mir bitte – Dann ist Sport auch keine Überwindung mehr.
 
Du musst dir also nur eine Angewohnheit zulegen – mehr nicht.
Hier ist eine kleine Angewohnheit, welche du jeden Tag vor dem Spiegel durchziehen kannst.
 
Und zwar spannst du täglich für ein paar Sekunden oder Minuten deine Beckenmuskulatur an.
Danach entspannst du diese wieder.
 
Wenn du nicht weißt, wie das geht.
Kein Problem.
Du musst nur dein Becken anspannen, als wenn du deinen Urin zurückhalten willst.
Aber nicht mit voller Blase.
 
Also tu einfach so, als wenn du mal dringend auf Toilette musst und es zurückhältst.
 
Das kannst du oder?
Also spanne jetzt dein Becken an und halte diese Anspannung für 10 Sekunden.
Danach entspannst du dich wieder.
 
Diese Übung machst du jetzt 10 mal hintereinander für jeweils 10 Sekunden.
Später kannst du diese Übung auf 10 mal 15 Sekunden ausdehnen.
 
Meinst du – dass du das hinbekommst?
Glückwunsch, denn dann betreibst du aktiven Beckenbodensport.
 
Und jetzt kommt das Wichtigste.
Du musst diese Übung täglich machen.
Am Besten jeden Tag, direkt nach dem Aufstehen.
 
Also sollte dein Gang ins Bad damit beginnen zu urinieren.
Danach stellst du dich hin und machst diese Übung.
Du kannst diese auch aufschreiben und dann Woche-für-Woche die Belastungszeit ausdehnen.
Somit hast du schon einen richtigen Trainingsplan.
 
Du siehst – es ist relativ einfach, aktiv zu werden.
Für die richtige Motivation sorgt vielleicht noch dieses Zitat von Götz Werner einem Aufsichtsratsmitglied der dm-drogerie.

„Wer etwas will, der findet Wege. Wer etwas nicht will, der findet Gründe. „

 
Zusammenfassung:

  • Vorübergehende Blasenschwäche in der Schwangerschaft ist völlig normal und unbedenklich.
  • Diese vorübergehende Inkontinenz kannst du, durch ein gezieltes Training im Beckenbereich, entgegenwirken.
  • Die Blasenschwäche trifft die meisten Frauen in den ersten Schwangerschaftswochen.
    So etwa zur Halbzeit nimmt diese wieder ab und ein völlig normaler Harndrang setzt wieder ein.
  • Am Ende der Schwangerschaft nimmt der übertriebene Harndrang wieder zu und endet normalerweise mit der Geburt.

  • Auch noch nach der Geburt kann es zu einem erhöhten Harndrang kommen.
    Dieser kann sich sogar zu einer dauerhaften Blasenschwäche entwickeln.
  • Deshalb ist es umso wichtiger, schon vor oder während der Schwangerschaft, mit gezielten Beckenbodentraining zu beginnen.

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