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Eileiterschwangerschaft – Ursachen, Risiken & Anzeichen erkennen

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extrauterine schwangerschaft

Eine Eileiterschwangerschaft oder extrauterine Gravidität (EU) ist äußerst selten.
So selten wie diese auftritt, so gefährlich ist diese aber auch für dich.

Was ist eine Eileiterschwangerschaft?

Es ist doch normalerweise so.
Du hast Sex.
Es kommt zur Befruchtung und kurz darauf zur Einnistung.
Und im Normalfall nistet sich die befruchtete Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut ein.

Bei einer Eileiterschwangerschaft ist dies anders.
Denn die Eizelle wandert nicht oder sie wandert nicht richtig.
Schließlich erfolgt die Einnistung, außerhalb der Gebärmutter.

Wo dann?
Die Einnistung erfolgt dann entweder in der Bauchhöhle, im Eileiter oder direkt in den Eierstöcken.

Und weiter?
Dann beginnt die befruchtete Eizelle zu wachsen.
Es entwickelt sich somit ein Embryo, außerhalb der Gebärmutter.

Je nachdem, wo die embryonale Entwicklung stattfindet, spricht man entweder von einer Eileiterschwangerschaft, Bauchhöhlenschwangerschaft oder Eierstockschwangerschaft.

Der Überbegriff für diese Phänomene lautet extrauterine Gravidität oder kurz EU.
Bei den meisten Extrauteringraviditäten erfolgt die Einnistung im Eileiter.
Deshalb werden die Begriffe Eileiterschwangerschaft und extrauterine Schwangerschaft gleichzeitig verwendet.
Dennoch ist die Eileiterschwangerschaft nur eine mögliche Erscheinungsform der EU.

Welche Ursachen hat eine Eileiterschwangerschaft?

Man geht von einer verzögerten oder behinderten Eipassage aus.
Als Eipassage ist der Transport der befruchteten Eizelle, von Eierstock über Eileiter bis hin zur Gebärmutter zu verstehen.

Aber….
Nicht bei jeder extrauterinen Schwangerschaft lässt sich eine klassische Ursache feststellen.

Beim Frauenarzt schließt man Rückschlüsse, indem man sich die Vorgeschichte der Schwangeren anschaut.
Endete eine frühere Schwangerschaft mit einer spontanen Fehlgeburt, steigt das Risiko an einer EU zu erkranken.
Die Wahrscheinlichkeit einer Eileiterschwangerschaft steigt ebenfalls, falls die Mutter bereits schon einmal eine Abtreibung vorgenommen hatte.

Außerdem können Entzündungen an den Eileitern eine Rolle spielen.
Auch frühere, längst abgeheilte Entzündungen erhöhen das Risiko.

Denn auch eine bereits abgeheilte Eileiterentzündung, kann dafür sorgen – dass Eileiter verkleben und somit den Transport einer befruchteten Eizelle behindern.

Wie lässt sich eine Eileiterschwangerschaft bzw. extrauterine Gravidität erkennen?

Hundertprozentig nur beim Frauenarzt.
Denn die Symptome einer Eileiterschwangerschaft sind genauso, wie bei jeder anderen Schwangeren.

Alles scheint normal…
Du hast sämtliche Schwangerschaftsanzeichen, welche in der Frühschwangerschaft auftreten.
Auch der Schwangerschaftstest ist positiv.

Und dann gehst du zum Frauenarzt.
Dieser stellt fest, dass die Gebärmutter leer ist.

Schmerzen als Anzeichen bei einer Eileiterschwangerschaft

Es kommt irgendwann zu Schmerzen.
Denn das befruchtete Ei wird zum Embryo, welcher wächst und wächst.

Und die Umgebung, in welcher der Embryo heranwächst, ist nicht optimal.
Denn die Eileiter, die Bauchhöhle oder die Eierstöcke sind nicht dafür gemacht – ein Kind wachsen zu lassen.
Sie sind viel zu klein, nicht ausreichend dehnbar und unelastisch.

Häufig sind die Schmerzen am Anfang gering.
So beginnen diese im Unterbauch – rechts oder links.
Allerdings nehmen diese in kurzer Zeit sehr stark zu.
Auch ein plötzlich auftretender, sehr starker Schmerz ist möglich.

Weitere Anzeichen, welche auf eine Eileiterschwangerschaft hinweisen

Dir geht es nicht gut.
Extrauterine Schwangerschaften werden oftmals auch durch Übelkeit und Erbrechen begleitet.

Der Bauch ist oft sehr überempfindlich.
Schon Berührungen an der Bauchdecke können sehr weh tun.
Du hast das Gefühl, dass der Bauch die ganze Zeit angespannt ist.

Wie gefährlich ist eine Eileiterschwangerschaft?

Es kommt wie es kommen muss.
Der Eileiter bzw. die falsche Nistumgebung platzt auseinander.
Die Folge sind enorme innere Blutungen, welche lebensbedrohlich sind.

Innerhalb sehr kurzer Zeit, kann es dann zu einem Schock kommen.
Der enorme Blutverlust, die inneren Schmerzen sorgen dafür, dass die Betroffene nicht allein für Hilfe sorgen kann.
Sie muss schnellstmöglich in die nächste Notaufnahme gefahren werden.

Muss ich bei einem Verdacht auf eine Eileiterschwangerschaft zum Arzt gehen?

Natürlich.
Besonders gefährdet sind Frauen mit bereits erwähnten Vorgeschichten.
Diese sollten dies sofort ihren Frauenarzt berichten, sobald ein positiver Schwangerschaftstest vorliegt.
Somit kann man gewährleisten, dass eine erneute Eileiterschwangerschaft frühzeitig erkannt wird, bevor lebensbedrohliche Zustände eintreten.

Wie kann man eine Eileiterschwangerschaft vorbeugen?

Überhaupt nicht.
Und normalerweise musst du dir um diese sehr seltene Krankheit, auch keine Gedanken machen.

Lediglich Frauen mit Vorgeschichten sollten sich überhaupt mit dem Thema befassen.
Diesen ist aber zu raten, sich sehr schnell beim Arzt zu melden, sobald eine erneute Schwangerschaft möglich wäre.
Denn durch Ultraschall Untersuchungen und gynäkologischen Untersuchungen kann man eine extrauterine Schwangerschaft eindeutig feststellen.

Zusammenfassung:

  • Eine extrauterine Schwangerschaft liegt vor, wenn sich die befruchtete Eizelle – außerhalb der Gebärmutter entwickelt.
  • Bei 98 % aller Extrauteringraviditäten erfolgt die Entwicklung des Embryos im Eileiter.
    Dann spricht man von einer Eileiterschwangerschaft.
  • In diesem Fall kann die Schwangerschaft nicht erfolgreich beendet werden.
    Stattdessen gilt es jetzt, das Leben der Mutter zu retten.
  • Denn bei jeder Eileiterschwangerschaft platzt irgendwann der Eileiter und dies führt zu lebensbedrohlichen inneren Blutungen.
  • Deshalb solltest du bei einem Verdacht auf eine extrauterine Gravidität, so schnell wie möglich, den Frauenarzt aufsuchen

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