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9 Tipps bei Haarausfall nach der Geburt

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haarausfall nach schwangerschaft

Eines der schönsten der Begleiterscheinungen in der Schwangerschaft ist sicherlich das volle und prächtige Haar.

Doch dann…
Nach der Geburt kommt es zu einem regelrechten Haarausfall.
Hier setzt die Natur korrigierend ein und somit verlierst du nach der Schwangerschaft deine erworbenen Haare wieder.

Was du dennoch bei Haarausfall tun kannst – erfährst du in diesem Beitrag.

Ursachen für den Haarausfall nach der Geburt

Das Werk ist vollbracht. – So könnte man es nennen.
Denn die Geburt ist der krönende Abschluss einer jeden Schwangerschaft.

Dadurch ergeben sich einige Konsequenzen.
In ersten Linie ist dies, der Abbau von Hormonen.
War dein Hormonspiegel in der Schwangerschaft noch recht hoch – so sinkt dieser wieder auf sein Normalwert.

Und dieser starke Abfall des Schwangerschaftshormones Östrogen bewirkt, dass dir förmlich die Haare ausfallen.
Somit wirst du jeden Morgen feststellen, dass irgendwie mehr Haare im Kamm hängen bleiben.

Der Haarausfall beginnt in der Stillzeit

Dieser Haarausfall setzt direkt in der Stillzeit ein.
Somit könnte man glauben, dass dieser Haarausfall etwas mit dem Stillen des Kindes zu tun hat.

So ist es aber nicht….
Denn der Haarschwund hat nichts mit dem Stillen, sondern nur etwas mit dem Ende der Schwangerschaft zu tun.

Der Haarausfall nach der Schwangerschaft ist lediglich eine Korrektur

Sieh es doch mal so…
In der Schwangerschaft wurde dein Haar insgesamt voller und stabiler.

Und auch die Haarstrukturen änderten sich in der Schwangerschaft.
So wurden deine Haare auch viel glänzender und weicher.

Jetzt bekommst du lediglich deine alte Haarpracht zurück.
Deine Haare werden somit wieder etwas dünner, weniger und vielleicht matter.
Aber du bekommst lediglich das zurück, was du vor der Schwangerschaft schon einmal hattest.

Man kann sagen…
Deine Haare werden eigentlich wieder genauso, wie vor der Schwangerschaft.
Der Vorgang dauert ungefähr 6 bis 12 Monate.
Danach ist der übertriebene Haarausfall vorbei.

Ich weiß ja, was du meinst….
Was man erst einmal hatte, will man nicht wieder aufgeben.
Und schönes Haar zu haben, ist jedem wichtig.

Du kannst aber etwas gegen den Haarschwund tun.

8 Tipps gegen Haarausfall nach der Geburt

Wichtig ist…
Haarausfall hat immer Ursachen.
Diese sind zum Teil hormonbedingt.
Der andere Teil ist die richtige Haarpflege.
Und diesen letzteren Teil kannst du selbst beeinflussen.

1. Bleichmittel mit Haarausfall Garantie

Tönungen und Haarfarben sind natürlich notwendig.
Aber es gibt nun einmal Kosmetik, welche ziemlich aggressiv gegen deine Haare vorgeht.

Viele Frauen bleichen oftmals die Haare vor dem Färben.
Somit kann sich die Haarfarbe besser und tiefer in den Haarstrukturen festsetzen.
Aber es bewirkt auch, dass die Haare stärker strapaziert und angegriffen werden.

Gerade Bleichmittel mit Ammoniak oder anderen Stickstoffverbindungen sind extrem aggressiv.
Bei Haarausfall solltest du deshalb unbedingt auf Bleichmittel verzichten.

Ebenfalls solltest du während der Stillzeit auf Bleichmittel verzichten, da diese sich auch auf die Muttermilch auswirken.

2. Tönen oder Färben bei Haarausfall?

Ebenfalls kritisch sind viele Tönungen und Haarfarben.
Denn diese trocknen die Haare aus, wodurch diese leichter ausfallen.

Aber nicht nur das…
Viele Haarfarben müssen für zwanzig Minuten oder länger aufgetragen werden.
Dadurch dringen diese in die Kopfhaut ein.
Ganz logisch ist, dass diese nicht nur die Kopfhaut angreifen – sondern dein ganzes System.

Diese Systemveränderungen im Körper bewirken, dass wichtige Vitamine und Mineralien gestört und verändert werden.
Die Folge davon ist, dass dein ganzer Stoffwechselkreislauf erkrankt.
Auf Haartönungen und Färbungen solltest du deshalb in der Schwangerschaft und während der Stillzeit komplett verzichten.

Später kannst du Haarfarben wieder auftragen.
Allerdings solltest du auch dann auf Haarfarben verzichten, welche Ammoniak oder Aniline enthalten.
Denn gerade Anilin gilt als krebserregend und ist in fast jeder Tönung oder Farbe enthalten.

3. Weniger bürsten und kämmen

Es reicht sicherlich aus, nur einmal täglich zu bürsten.
Denn weniger bürsten, schont die Haarwurzel.

Dadurch bleiben erst einmal mehr Haare in ihrer natürlichen Struktur.

Allerdings…
Jeden Tag verliert man circa 100 Haare.
Das ist der normale Durchschnitt.

Deren Lebenszeit ist schlichtweg vorbei.
Diese Haare müssen ausfallen.
Den Haarschwund verhinderst du dann auch nicht, wenn du weniger bürstest.

Dennoch werden durch massives Bürsten auch Haare ausgerissen, bei denen die Lebenszeit noch nicht beendet ist.
Diese Haare könnten noch Tage oder Wochen weiter bestehen.

Was bleibt ist nur ein Kompromiss.
Leichtes Durchbürsten schont die Haarwurzel.
Es sorgt somit für geringeren Haarausfall, als rücksichtsloses Entwirren.

4. Mit Vitaminen den Haarausfall bekämpfen

Was Haare unbedingt brauchen sind Vitamine.
Ganz speziell Vitamin A, B und C.

Vitamin A ist unentbehrlich für dein Haarwachstum.

Deshalb solltest du vermehrt auf Lebensmittel setzen, welche Vitamin A enthalten.

In der Stillzeit ist dein Bedarf an Vitamin A erhöht.
Dann benötigst du statt 0,8 mg pro Tag – 1,5 mg täglich.

Vitamin A ist besonders viel in Spinat, rotem Paprika, Karotten, Tomaten, Brokkoli oder Aprikosen enthalten.

Mehr Vitamin B solltest du bei Haarausfall ebenfalls zu dir nehmen.

An B Vitaminen gibt es eine ganze Reihe.
Diese versorgen die Kopfhaut und festigen die Haarwurzel.
Gerade ein Vitamin B12 Mangel begünstigt einen verfrühten Haarschwund.

Das Vitamin B kommt besonders häufig in Fleisch, Leber, Hülsenfrüchten, Vollkorngetreide oder in Eiern vor.

Vitamin C ist ebenfalls bei auftretenden Haarschwund wichtig.

Denn es fördert die Aufnahme von Eisen.
Der Tagesbedarf ist sehr schnell gedeckt.
Denn Vitamin C kommt in sämtlichen Lebensmittel, wie Obst oder Gemüse vor.

Schon gewusst…
Eine halbe Paprika und zwei Orangen decken den Vitaminhaushalt.
Außerdem enthalten Brokkoli, schwarze Johannisbeeren und Sanddornbeeren sehr viel Vitamin C.

5. Eiweiß und Biotine beugen Haarspliss vor

Und diese findest du besonders häufig in Fleisch, Wurst und Innereien, wie Leber.
Aber auch in Kartoffeln, Getreide und Soja sind Eiweiße enthalten.

Eiweiß ist unentbehrlich für den Aufbau von Muskeln, Zellen, Haaren, Fingernägeln usw.
Denn dies ist sozusagen die Grundsubstanz bzw. der elementare Baustein für Zellerneuerungen.

6. Mineralien und Spurenelemente machen das Haar kräftiger

Denn diese regulieren deinen ganzen Stoffwechselhaushalt.
Ausreichende Mineralien bestimmen somit die Zellversorgung und das Zellwachstum.

Besonders wichtige Mineralien und Spurenelemente sind Eisen oder Zink.
Diese findest du vermehrt in Fleisch oder Hülsenfrüchten.
Aber auch Nüsse und verschiedene Getreide enthalten Spurenelemente.

7. Stress vermeiden

Kennst du den Ausdruck: Haare lassen?
Dies bedeutet, dass du gegen ein Problem ankämpfst und dabei deine Haare verlierst.

Ähnlich ist der Ausdruck -Wegen dir bekomme ich noch graue Haare – gemeint,
Auch bei dieser Redewendung, geht es um Probleme.
Diese sind zwischenmenschlicher Natur.

Was will ich dir damit sagen?
Ungelöste Probleme und seelische Qualen führen zu Haarausfall.
In der Stillzeit und nach Geburt ergeben sich sehr viele neue Probleme.
Vielleicht sorgen diese für deinen Haarschwund.

8. Zum Dermatologen gehen

Allerdings würde ich abwarten.
Wie ich schon sagte, ist Haarausfall nach der Geburt völlig normal.

Falls aber der Haarausfall nach einem Jahr immer noch nicht besser geworden ist, lohnt es sich – dies untersuchen zu lassen.
Denn Haarschwund nach der Schwangerschaft kann natürlich auch krankheitsbedingt sein.

Dermatologen sind Ärzte für Haut, aber auch für Haarwurzeln.
Ein Hautarzt kann dich somit entsprechend beraten.

Außerdem lässt dieser deine Haarwurzel untersuchen, stellt Fragen zum allgemeinem Gesundheitszustand und findet so heraus, ob deine Haarwurzeln intakt sind – oder nicht.

9. Sich beim Friseur beraten lassen

Auch eine Beratung bei einem Friseur kann helfen.
Schließlich sind diese Spezialisten für Haare.

Und was Friseure und Friseusen besonders auszeichnet – Sie quatschen.
Somit wissen diese über sämtliche Haarprobleme ihrer Kunden bestens Bescheid.
Und wahrscheinlich war schon einmal ein Kunde bei Ihnen, welcher ebenfalls unter Haarausfall litt.
Dein Friseur wird es wissen.

Zusammenfassung:

  • Haarausfall nach der Geburt ist völlig normal.
    Fast jede Mutter kennt das Problem.
  • Die Ursache für den plötzlichen Haarausfall in der Stillzeit, liegt im starken Rückgang des Östrogenspiegels.
    Somit sind schon einmal mehr Haare im Kamm, als vorher.
  • Die Natur gibt und sie nimmt.
    In der Schwangerschaft hat sie dich mit einer vollen Haarpracht beschenkt und nach der Schwangerschaft setzt der Haarschwund ein.
  • Der Haarausfall setzt direkt nach der Geburt ein und dauert circa 6 bis 12 Monate an.
  • Um dem natürlichen Haarausfall dennoch entgegen zu wirken, kannst du deine Ernährung umstellen, dir mehr Ruhe gönnen oder dies fachärztlich prüfen lassen.

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