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Kinderwunsch und Östrogen – 5 Dinge, welche du unbedingt wissen musst

HomeSchwangerschaftKinderwunsch → Östrogen

Kinderwunsch Östrogen

Östrogen ist ein weibliches Geschlechtshormon.

 
Was tut es?
Es ist verantwortlich für die Bildung von Gebärmutterhals- bzw. Zervixschleim.
 
Welche Rolle spielt das beim Kinderwunsch?
Dieser Zervixschleim ist notwendig, dass männliche Spermien im weiblichen Körper überleben können. Somit ist ein gewisser Östrogenspiegel beim Kinderwunsch notwendig.


Doch du solltest wissen….

1. Der Östrogenspiegel ist anfangs bei jeder Frau immer niedrig

Es klingt verrückt.
Doch in der ersten Hälfte deines monatlichen Zyklus werden in den Eierstöcken hauptsächlich männliche Hormone gebildet.
 
Klingt komisch, oder? – ist aber so.
Und die männlichen Hormone übersteigen den Spiegel an weiblichen Hormonen mitunter um das Zehnfache.
 
Aber dann kommt das Steuerhormon FSH ins Spiel.
Dieses bewirkt, dass aus den männlichen Geschlechtshormonen – das weibliche Geschlechtshormon Östrogen gebildet wird.
 
Somit steigt der Östrogenspiegel in der ersten Zyklushälfte immer weiter an.

Kinderwunsch Östrogenspiegel

Kurz vor dem Eisprung ist der Östrogenspiegel dann am Höchsten.
Danach fällt dieser wieder ab.
 

2. Das Östrogen bewirkt eine bessere Reifung und Befruchtung der Eizelle.

Anhand des Bildes oben kannst du es deutlich erkennen.
Der Östrogenspiegel steigt bis kurz vor dem Eisprung immer weiter an.
 
Dieser erhöhte Hormonspiegel bewirkt, dass die Gebärmutterschleimhaut besser durchblutet wird.
Östrogene sorgen außerdem dafür, dass befruchtungsfähige Eizellen heranreifen können.
 
Unter dem Einfluss von Östrogen verändert sich der Schleimpfropf am Gebärmutterhals so, dass Spermien besser hindurchlangen können. Denn Östrogen macht den Gebärmutterhalsschleim bzw. Zervixschleim wässrig und somit durchlässig.
 
Kurzum:
Östrogene bewirken:

  • Eine bessere Reifung von Eizellen
  • Eine höhere Chance auf Befruchtung dieser Eizellen

3. Der Östrogenspiegel wird durch das Hormon FSH gesteuert.

Nochmal – Östrogen wird in den Eierstöcken produziert, sobald die Zeit dafür reif ist.
Dazu sendet dein Gehirn das follikelstimulierende Hormon (kurz: FSH) aus.
Dieses soll dann die Östrogenproduktion in den Eierstöcken anheben.
 
Ganz wichtig…

Das FSH ist ein Steuerhormon, welches den Östrogenspiegel anhebt.

Nehmen wir mal an.
Das FSH kommt, doch die Östrogenproduktion nimmt nicht zu.
Was dann?
Dann sendet dein Körper wieder ein Signal an das Gehirn zurück.
Und das Gehirn reagiert darauf.
Es schüttet somit noch mehr FSH aus.
 
Das Gehirn bzw. der Teil des Gehirnes, welcher für die FSH Produktion verantwortlich ist, misst stets und ständig den Östrogenspiegel.
 
Das bedeutet auch…..
Falls das Gehirn sehr viel FSH aussendet und dein FSH Spiegel sehr hoch ist, liegt das daran – dass kein oder kaum Östrogen produziert worden ist.
 

Zu jedem Zeitpunkt findet im menschlichen Körper immer eine Messung und eine Reaktion statt.

Und dies gilt immer und bei allen Hormonen, Infektionen usw.
Somit überwacht dein Körper oder dein Gehirn stets deinen Östrogenspiegel und reguliert diesen.
 
Nicht schlecht, oder?
 

4. Möglichkeiten den Östrogenspiegel zu messen

Deinen Östrogenspiegel kannst du bei deinem Frauenarzt messen lassen.
Die Kosten für eine Östrogenspiegelanalyse oder FSH-Spiegelanalyse sind von Arzt zu Arzt unterschiedlich.
 
Laut Gebührenverordnung sollten diese circa 33 Euro betragen.
 
Diese Tests sind eher Vorsorgetest für Frauen in den Wechseljahren.
Denn Östrogen ist nicht nur für die Schwangerschaft wichtig.
Es wirkt sich auch auf das Knochenwachstum aus.
Somit kann es bei einem Mangel auch zu Knochenschwund und Gefäßverkalkung kommen.
 
Aber….
Du hast kein Knochenschwund und auch nicht vor, es zu bekommen.
 
Und deshalb…
Bei bestehendem Kinderwunsch ist so eine Analyse vielleicht nicht ganz so sinnvoll.
Dein Spiegel im Zyklus schwankt täglich.
Dann solltest du den Östrogenspiegel nicht nur messen, sondern bestenfalls überwachen können.
 

Um den Östrogenspiegel zu testen, gibt es Heimtests für zuhause

Diese Heimtests dienen dazu einen Östrogenmangel oder eine Östrogendominanz festzustellen.
Dieses Testverfahren kannst du online bestellen.
Es beinhaltet einen Speicheltest, welcher dann eingesendet werden kann.
 
Dazu bekommst du eine Aktivierungskarte, mit der du dich online registrierst.
Später, nach Einsendung der Speichelprobe, kannst du dann deine Testresultate online einsehen.
 
Auch diese Verfahren dienen eigentlich einer Vorsorge und bieten ebenfalls keine ständige Kontrolle.
 

Mit Hormoncomputer bzw. Zykluscomputer kannst du deinen Östrogenspiegel überwachen

Diese erfassen ebenfalls Daten und werten diese aus.
Deshalb gibt es dazu Sticks, welche einen Urinstreifen enthalten.
Das ist so ähnlich wie bei einem Schwangerschaftstest.
 
Du urinierst also auf diesen Stick und den darin enthaltenen Teststreifen.
Dann steckst du diesen zur Auswertung in den Zykluscomputer.
Dieser wertet dann die Hormone aus und zeigt dir deine fruchtbaren Tage an.
 

Oder du nutzt die herkömmliche Methode um deine fruchtbaren Tage zu bestimmen.

Ich schrieb es bereits am Anfang:
Die Zervixschleimbildung geschieht über das Östrogen.
 
Und um diese zu messen, brauchst du keinen Computer – sondern nur zwei Finger.
 

5. Die Antibabypille ist ein Östrogenblocker

Die Pille hat sich als Verhütungsmittel Nummer eins durchgesetzt.
 
Doch…
Bei Einnahme der Anti-Babypille werden deinem Körper synthetische Östrogene zugeführt.
Und diese von außen zugeführten Hormone bewirken genau das Gegenteil von körpereigenen Hormonen.

  • Sie verhindert das Wachstum der Eizelle
  • Und diese verdicken den Gebärmutterhalsschleim bzw. Zervixschleim so stark, dass keine Spermien hindurchkommen

Und dein Körper fährt auf Sparflamme.

Sie es mal so….
Östrogen ist durch die Pille vorhanden – zwar synthetisch, aber dein Körper reagiert dennoch darauf.
Er reduziert somit den Ausstoß des Steuerhormons FSH, welches für die Östrogenbildung verantwortlich ist.
 
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier.
Nach ein paar Monatszyklen gewöhnt sich dein Körper daran.
Er lernt, dass er für die Östrogenproduktion nicht mehr selbst verantwortlich ist.
 
Stell es dir vor, wie ein Muskel.
Wenn er nicht gebraucht wird, verkümmert er und wird schlaff.
Und somit verkümmert nach jahrelangen Pilleneinwurf die körpereigene Funktion der Östrogenproduktion.
 
Aber wie bei einem Muskel auch, kann es reanimiert und trainiert werden.
Das macht dein Körper automatisch, sobald du die Antibabypille absetzt.
 
Zwar gleicht er den Hormonhaushalt nicht in den ersten Monaten komplett aus.
Es braucht Zeit.
Aber dein Körper lernt bei jedem Monatszyklus dazu.
Irgendwann einmal, ist wieder alles auf Anfang gestellt.
 
Für dich bedeutet dies….
Gib deinem Körper Zeit den Hormonhaushalt nach Absetzen der Anti-Babypille wieder herzustellen.
So etwas dauert Monate.
 
In dieser Zeit entstehen dann die bekannten Probleme, wie Akne, Depressionen, Ausbleiben der Periode oder Haarausfall.
 
Somit solltest du nicht gleich frustriert sein, wenn du nicht sofort schwanger werden solltest.
Kindererziehung dauert Jahre, dann lass die Kinderzeugung – wenigstens ein paar Monate dauern.
 
Zusammenfassung:

  • Östrogen ist ein weibliches Geschlechtshormon.
  • Falls du einen Kinderwunsch hast und schwanger werden willst, braucht dein Körper Östrogen.
    Dieses dient dazu, dass Eizellen reifen und befruchtet werden können.
  • Nach Absetzen der Antibabypille kann dein Östrogenspiegel etwas durcheinander geraten.
    Lass dir und deinem Körper, trotz dringlichen Kinderwunsch, ein paar Monate Regenerationszeit.

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