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6 Tipps bei Krampfadern in der Schwangerschaft

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Schon gewusst…
Fast die Hälfte aller schwangeren Frauen haben Krampfadern.

Aber keine Sorge…
Es gibt ein paar Hausmittel und Hilfen, wie du Krampfadern in der Schwangerschaft behandeln kannst.

Ursache für Krampfadern in der Schwangerschaft

Dein Baby muss während der Schwangerschaft mitversorgt werden.
Um dies zu gewährleisten, müssen sich Venen und Blutgefäße dehnen.
Dies sorgt für eine bessere Durchblutung und somit zu einer höheren Versorgung.

Das Versorgungssystem ist somit optimal auf dein Baby ausgerichtet.
Aber es hat auch ein paar Schattenseiten.
Und zwar für dich.

Dadurch, dass die Venen weiter und die Venenwände weicher werden – kann es zu Staus kommen.
Bei so einem Blutstau fließt sehr viel Blut nach unten in den Beckenbereich.
Aber es fließt kaum Blut zurück nach oben.

Dieser Blutstau findet nicht bei jeder Schwangerschaft statt.
Aber so manche Schwangere hat zudem eine angeborene Bindegewebsschwäche.
Beides zusammen, Schwächung des Bindegewebes und die Gewebeaufweichung – führen dann zum Rückstau.

Das Resultat sind dann Hämorrhoiden oder auch Krampfadern.

Wo können Krampfadern in der Schwangerschaft auftreten?

Überall, wo es zu diesen Behinderungen des Blutflusses kommt.
Dies kann in den Beinen, aber auch am Po und sogar an der Scheide sein.

Falls es zu diesen Rückflussbehinderungen im Po kommt, hast du Hämorrhoiden.
Fließt das Blut schlecht aus den Beinen zurück, besitzt du Krampfadern oder auch Varizen genannt.
Und im Scheidenbereich führt ein Rückflussproblem zu Vulva Varizen.

All diese Anzeichen und Beschwerden haben die gleiche Ursache, den behinderten Blutfluss.

Wie wirken sich Krampfadern in der Schwangerschaft aus?

Hämorrhoiden sind oft mit Schmerzen verbunden.
Außerdem schwellen diese so weit an, dass sie aus dem After hervortreten.
Besonders beim starken Pressen, welches beim Stuhlgang oder später bei der Geburt erfolgt – treten Hämorrhoiden hervor.

Aber auch Krampfadern führen zu unterschiedlichen Nebenbeschwerden.
So werden die Beine oft sehr schwer und fühlen sich schlapp an.
Sehr oft werden diese Symptome auch durch Schmerzen begleitet.

Muss ich bei Krampfadern in der Schwangerschaft zum Arzt gehen?

Ja.
Denn hinter den Krampfadern könnten sich auch Thrombosen verbergen.
Diese müssen therapiert und behandelt werden.

Denn eine Thrombose ist immer gefährlich, da der Blutfluss verstopft wird.

Verschwinden die Krampfadern nach der Schwangerschaft wieder?

Manche schon und andere bleiben womöglich.
Gerade die Krampfadern an den Schamlippen sollten nach der Geburt verschwunden sein.

Die Krampfadern an den Beinen bleiben meistens bestehen.
Diese können aber nach der Schwangerschaft, durch einen Gefäßchirurgen, entfernt werden.

So lassen sich Krampfadern in der Schwangerschaft behandeln

Die Krampfadern solltest du zuerst deinem Arzt melden.
Es ist wichtig, dass der Arzt sich diese anschaut.

Ansonsten kannst du mit ein paar Tricks die Venenpumpe in Gang bringen.

1. Übergewicht ist schlecht bei Krampfadern

Normalgewicht ist besser.
Deshalb solltest du, gerade in der Schwangerschaft, auf dein Gewicht achten.

Der Rückfluss wird besonders durch ballaststoffreiche Ernährung gefördert.
Hier ein paar Ernährungstipps bei Krampfadern:

  • Quark und Joghurt
  • Verzicht auf Schokolade und Süßigkeiten
  • Rohkostsalate und frisches unbehandeltes Gemüse
  • Verzichte auf tierische Eiweiße, wie Fleisch, Wurst

Wie bei sämtlichen anderen Schwangerschaftsbeschwerden auch, steht und fällt Vieles – mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung.
Jedes Gramm zu viel drückt dann auf die schmerzenden Beine.

2. Beine hochlegen

Somit wird gewährleistet, dass das gestaute Blut besser zurückfließen kann.

Auch nachts solltest du mit erhöhten Beinen schlafen.
Lege dazu ein Kissen unter deine Füße, so dass diese immer ein Stückchen höher liegen.

Besonders gut eignen sich dafür Kissen mit stabileren Innenfutter oder Mikroperlen.
Auch typische Schwangerschaftskissen oder Stillkissen sind aufgrund ihrer Falteigenschaften geeignet.

3. Mit Sport gegen Krampfadern vorgehen

Leichte Gymnastik, Schwimmen oder Radfahren sind auch in der Schwangerschaft möglich.
Ebenfalls möglich sind Pilates oder Yoga.

Bedenke immer…
Jede Sportstunde vor, aber auch in der Schwangerschaft, bereitet dich optimal auf die Geburt vor und ist gleichzeitig eine Kampfansage an lästige Krampfadern.

4. Wechselduschen bei Krampfadern

Dies bringt die Venen in Gang.
Durch dieses wechselhafte kalte und warme Abduschen wird die Venentätigkeit zusätzlich angetrieben.
Dies fördert die Durchblutung und ein Rückstau wird verhindert.

Außerdem wird durch Wechselduschen dein Kreislauf insgesamt gefestigt.
Es ist somit auch ein ganz gutes Kreislauftraining.

Aber wie bei sämtlichen anderen Training auch, sollte es der Ungeübte niemals übertreiben.
Und deshalb achte darauf, dass du beim Duschen den Kreislauf nicht zu stark belastet.
Deshalb sollte der kalte Duschvorgang niemals zu kalt und der heiße Vorgang nicht zu heiß sein.

5. Kompressionsstrümpfe helfen bei Krampfadern

Diese Stützstrümpfe gibt es in der Apotheke zu kaufen.
Meistens benötigst du nur einen Strumpf, da die Krampfadern einseitig auftreten.

Falls du Krampfadern an beiden Beinen hast, kannst du entweder zwei Strümpfe tragen oder alternativ eine Kompressionsstrumpfhose anziehen.

Die Strümpfe solltest du den ganzen Tag lang tragen.
Das heißt direkt nach dem Aufstehen anziehen.
Und erst abends, wenn du ins Bett geht’s – im Bett ausziehen.
Dann legst du deine Beine hoch und schläfst ein.

6. Stehen und Sitzen vermeiden

Denn dadurch fließt das Blut nach unten.
Die Folge ist, dass der Rückstau umso schwerer fällt.

Gehen, Laufen sind wiederum sehr gut bei Krampfadern, da die Blutpumpe angeregt wird.

Zusammenfassung:

  • Krampfadern bzw. Varizen treten in der Schwangerschaft sehr häufig auf.
  • Die Ursache dafür liegt im Rückfluss der Venen.
  • Aber selbst in der Schwangerschaft lassen sich Krampfadern behandeln.
    Gute Erfolge erzielst du mit Wechselduschen, Kompressionsstrümpfen, Sport und einer ausgewogenen ballaststoffreichen Ernährung.

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