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Was hilft bei Kurzatmigkeit in der Schwangerschaft

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Du kennst das…
Du läufst die Treppe nach oben und bist völlig aus der Puste.

Tatsächlich ist es so, dass sehr viele Frauen unter Kurzatmigkeit und auch Atemnot in der Schwangerschaft leiden.
Wie es dir schnell besser geht, erfährst du in diesem Beitrag.

Die Ursachen für Kurzatmigkeit in der Schwangerschaft

Sehr oft ist es ein Sauerstoffmangel im Blut.
Denn in der Schwangerschaft nimmt dein Blutvolumen erheblich zu.

Der Hämoglobingehalt nimmt aber nicht im selben Verhältnis zu.
Somit wird dein Blut dünner und kann verhältnismäßig weniger Sauerstoff binden.
Der Fachausdruck dafür ist eine Schwangerschaftsanämie.

So eine leichte Anämie hat fast jede Schwangere.
Eine schwere Anämie sollte behandelt werden.

Eine weitere Ursache für Atemnot in der Schwangerschaft, ist dein Baby.
Denn es wächst rasant heran und braucht immer mehr Platz.
Dadurch drückt die Gebärmutter das Zwerchfell nach oben gedrückt.
Die Folge ist, dass deine Lunge durch das Zwerchfell blockiert wird.

Ab der 38. Schwangerschaftswoche nimmt die Kurzatmigkeit wieder ab.

Denn dein Kind bereitet sich auf die Geburt vor.
Dann sinkt der Kopf des Babys ins Becken ab und das Zwerchfell rückt in seine alte Position zurück.
Somit sind die Lungen entlastet und die Kurzatmigkeit ist vorbei.

Manchmal sind die Ursachen für Kurzatmigkeit nicht schwangerschaftsbedingt

Denn viele Frauen haben Asthma oder eine andere chronische Atemwegserkrankung.

Falls dies der Fall ist, muss dein Arzt so etwas wissen.
Am besten gibst du ihm schon, beim Kinderwunsch Bescheid.
Denn somit kann einer auftretenden Atemnot entgegen gewirkt werden.

Bei Asthma nimmst du wahrscheinlich Atemspray.
Dieses solltest du in Absprache mit dem Frauenarzt auch weiter nehmen.
Auch andere Medikamente können in der Schwangerschaft weiterhin eingenommen werden.
Dies müsste dein Frauenarzt wissen und kann dir schwangerschaftstaugliche Medikamente verschreiben.

Medikamente bei Atemwegserkrankung absetzen und somit das Baby schützen

Dies solltest du lassen.
Denn diese Medikation ist notwendig.

Falls du bestehende Medikamente einfach absetzt, können die Folgen für dich und dein Baby schwerwiegender sein.
Du solltest stattdessen dies mit deinem Hausarzt oder Frauenarzt besprechen.

Auch Allergietabletten können nicht einfach abgesetzt werden.
Denn die Folgen betreffen dann auch immer dich und dein Baby.

Sieh es mal so…
Die Tabletten helfen dir, dass du besser atmen kannst.
Somit kannst du mehr Sauerstoff aufnehmen, welchen du und dein Baby brauchen.
Ein Absetzen dieser Tabletten wäre höchst unverantwortlich, denn somit würdest du eine Sauerstoffunterversorgung für dich und dein Baby in Kauf nehmen.

Sollte man bei jeder Kurzatmigkeit in der Schwangerschaft direkt zum Arzt gehen?

Nein.
Denn diese leichte Anämie tritt sehr häufig auf und muss nicht medikamentös behandelt werden.
Auch gegen das wachsende Baby in dir, kann der Arzt nichts machen.
Somit musst du bei leichten Atembeschwerden nicht zum Arzt gehen.

Wenn sich allerdings andere Faktoren dazu gesellen, ist ein Arztbesuch angebracht.
Dies könnten Schwindelgefühle, Flimmern vor den Augen und echte Atemnot sein.
All das sind Alarmsignale, welche du unbedingt beachten und melden solltest.

Wertvolle Tipps gegen Kurzatmigkeit in der Schwangerschaft

Also was hilft?
Ruhe, Sport und richtige Ernährung.

Eigentlich sind es genau diese drei Dinge, welche bei jeder Schwangerschaftsbeschwerde funktionieren.

1. Gesunde Ernährung kann Allergien vorbeugen

Achte darauf, Nahrung zu dir zu nehmen, welche gesund ist.
Dazu zählen Obst und Gemüse, Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte.

Na klar.
Aber auch besondere Milchprodukte, welche mit Milchsäurebakterien angereichert sind – können helfen.
Gerade Probiotica, welches zum Beispiel in Joghurt enthalten ist – kann Allergiebeschwerden senken.

2. Kurzatmigkeit und Sport, echt?

Sport in der Schwangerschaft ist enorm wichtig, da sämtliche Beschwerden – wie Müdigkeit, Depressionen, Blutstauungen und Kreislaufstörungen vermieden werden.
Außerdem ist Sport auch ein idealer Geburtsvorbereitungskurs.

Mit Sport ist kein Hochleistungssport gemeint.
Stattdessen kannst du Spazieren gehen, leichte Gymnastik machen, Yoga und Schwimmen praktizieren.
All dies ist Sport, welcher in der Schwangerschaft zusätzlich deinen Kreislauf fördert.

3. Schlafen und Ruhephasen

Wenn du müde bist – ist Erschöpfung ein Dauerzustand.
Somit befindet sich dein Körper immer im Erschöpfungsmodus.

Es somit auch ganz logisch, dass beim kleinsten Auftreten von körperlicher Anstrengung – die Übererschöpfung einsetzt.

Deshalb ist es umso wichtiger, dass du genügend und gut schläfst.
Zu kurze oder schlechte Schlafphasen ziehen immer Probleme an.
Denn wer nicht schläft, ist erschöpft.
Und wer erschöpft ist, hat mit Kurzatmigkeit und Atemnot zu kämpfen.

Zusammenfassung:

  • Kurzatmigkeit in der Schwangerschaft ist völlig normal und tritt bei fast allen Schwangeren auf.
  • Dieses schnell mal aus der Puste sein, beim Treppensteigen oder als Folge einer körperlicher Betätigung – ist ungefährlich.
  • Gefährlich wird es, wenn zur Kurzatmigkeit – noch Schwindelgefühle, große Atemnot und Flimmern dazu kommen.
    Diese Beschwerden solltest du unbedingt mit deinem Hausarzt oder Frauenarzt besprechen.
  • Gegen Kurzatmigkeit in der Schwangerschaft helfen eine gesunde und ausgewogene Ernährung, etwas Sport und Bewegung und vor allem viel Schlaf.

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