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Nasenbluten in der Schwangerschaft – Nicht immer ist Stress oder Bluthochdruck ein Grund

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Während der Schwangerschaft kann Nasenbluten einmal öfter auftreten, als zuvor.
Der Grund ist nicht immer Bluthochdruck.

Wieso es zu häufigen Nasenbluten während Schwangerschaft kommt und was du tun kannst – erfährst du in diesem Beitrag.

Ursachen für Nasenbluten in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft wird dein ganzer Körper besser durchblutet.
Dies hat natürlich wunderbare Folgen für dein Baby.
Denn dadurch wird dein Baby besser mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt.

Aber es hat auch Konsequenzen für dich.
Denn die gute Durchblutung sorgt ebenfalls dafür, dass du einmal öfter und dann auch mehr blutest – als vor der Schwangerschaft.

Außerdem nimmt die Blutmenge während der Schwangerschaft um zwanzig Prozent zu.
Somit drückt diese erhöhte Blutmenge auch auf die Nasenschleimhäute.
Und manchmal reicht eine kleine Berührung aus, dass diese aufplatzen und dann Blut aus der Nase strömt.

Ab wann kommt es zu Nasenbluten in der Schwangerschaft

Von Beginn an.
Denn das Versorgungssystem für dein Baby wird gleich zu Beginn der Schwangerschaft angelegt.
Und bereits im 1. Trimester bzw. nach drei Monaten ist das komplette Versorgungssystem fertig gestellt.

Somit kannst du auch schon, zu Beginn der Schwangerschaft, an typischen Schwangerschaftssymptomen, wie Müdigkeit oder Nasenbluten leiden.

Außerdem kommt hinzu, dass fast alle schwangere Frauen an einer leichten Anämie leiden.
Diese Blutarmut hat zur Folge, dass ein kleiner Eisenmangel vorhanden ist.

Außerdem nimmt durch den rasanten Blutanstieg auch die Blutgerinnung ab.
Denn die Blutplättchen sind für die Blutgerinnung verantwortlich.
Und ähnlich, wie beim Hämoglobin steigt die Anzahl der Plättchen nicht sprunghaft an, sobald mehr Blutvolumen vorhanden ist.
Dein Blut wird somit dünner.

Sollte ich bei Nasenbluten in der Schwangerschaft zum Arzt gehen?

Normalerweise nicht.
Denn das häufige Nasenbluten ist normal und tritt während der kompletten Schwangerschaft auf.

Es besteht auch keine Veranlassung, sich Sorgen zu machen.
Denn die Blutmenge, sieht mitunter viel aus.
Allerdings verfügst du über ein Fünftel mehr Blut, als noch vor der Schwangerschaft.

Dennoch….
Wenn sich das Bluten nicht stoppen lässt, könnte dies ein Anzeichen von Bluthochdruck sein.
Und Bluthochdruck solltest du abklären.
Zusätzlicher Stress sorgt dann ebenfalls dafür, dass das häufige Nasenbluten in der Schwangerschaft zunimmt.

Wenn sich weitere Symptome, wie Schwindel oder Übelkeit dazu mischen – ist dies ebenfalls bedenklich und sollte untersucht werden.

Wie lässt sich Nasenbluten in der Schwangerschaft stoppen?

Erst einmal Ruhe bewahren.
Zusätzlicher Stress kann bewirken, dass du mehr Blut verlierst.

Außerdem solltest du stehen oder sitzen.
Liegen wäre fatal.
Denn dann läuft das Blut von der Nase in den Magen und dies verursacht mitunter Übelkeit, Flimmern und Schwindelgefühle.

Also im Stehen oder Sitzen vornüber beugen und das Blut ins Waschbecken tropfen lassen.
Gleichzeitig übst du Druck auf die blutende Stelle aus.

Das heißt für dich…
Du tupfst mit einem Taschentuch gegen die blutende Stelle.

Das Nasenbluten sollte nach 10 bis 20 Minuten vorbei sein.
Danach bitte nicht schnauben.
Denn ansonsten reißen die Schleimhäute wieder auf und das Bluten beginnt von vorn.

Wie lässt sich Nasenbluten in der Schwangerschaft behandeln?

Meistens ist Nasenbluten auch ein wetterabhängiges Leiden oder eine Begleiterscheinung.
Denn bei einer Erkältung, kannst du schneller mal bluten.
Grund dafür, ist häufiges Schnauben beim Schnupfen.

Ebenfalls ein wichtiger Faktor ist, zu trockene Luft.
Denn dadurch wird die Haut in der Nase trockener und somit poröser.
Schließlich kann diese dadurch schneller aufplatzen und es kommt zu Blutungen.

Bei zu trockener Luft helfen

  • frische Luft und Spazieren gehen
  • Luftbefeuchter
  • Dampfbad oder nasse Handtücher über der Heizung

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