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10 Tipps bei Niedrigen Blutdruck in der Schwangerschaft

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Die meisten Schwangeren machen sich eher Sorgen, um zu hohen Blutdruck.
Aber auch zu niedriger Blutdruck kann in der Schwangerschaft allerlei Probleme und Beschwerden verursachen.

In diesem Beitrag, möchte ich dir 8 hilfreiche Tipps geben – was gegen niedrigen Blutdruck in der Schwangerschaft hilft.

Ursachen für zu niedrigen Blutdruck in der Schwangerschaft

Das Problem sind die Hormone.
Denn durch den erhöhten Ausstoß des Schwangerschaftshormons Progesteron, werden die Venen insgesamt weiter.

Dies wiederum führt dazu, dass das Blut nach unten fließt.
Und dort kann es dann versacken.

Häufige Symptome und Beschwerden in der Schwangerschaft spielen sich deshalb, im unteren Bereich des Körpers ab.
Wie zum Beispiel Krampfadern, Vulva Varizen oder Hämorrhoiden.

Wenn das Blut nach unten fließt und sich dort sammelt – fehlt es oben im Gehirn.
Dadurch kommt es bei zu niedrigen Blutdruck, immer wieder zu Kreislaufproblemen.

Schließlich wird der Arzt deinen Blutdruck messen.
Dann wird er im Mutterpass auf Seite 6 unter dem Punkt 49 die Hypotonie (niedriger Blutdruck) vermerken.

Wie bemerkt man, dass der Blutdruck in der Schwangerschaft zu niedrig ist?

Durch messen.
Du kannst zwar auch zu Hause deinen Blutdruck messen – aber die typischen Anzeichen wirst du auch ohne Messen bemerken.

Typische Anzeichen bei zu niedrigem Blutdruck sind:

  • Schwindelgefühle und Flimmern
  • Müdigkeit und Antriebslosigkeit
  • Schlappheit und Abgeschlagenheit
  • Reizbarkeit und Lustlosigkeit

Viele Symptome ähneln einer Schwangerschaftsdepression.
Dennoch sind die Ursachen, im zu niedrigen Blutdruck zu suchen.

Eine Messung zu Hause oder beim Arzt gibt dann Aufschluss.
Ist dein Blutdruck bei 95/65 mmHG – ist dieser zu niedrig und eine Hypotonie liegt vor.

Meistens ist der Puls erhöht.
Denn dadurch, dass dein Herz den Körper mit Blut versorgen muss – wird es stärker pumpen.
Dadurch kann es sogar zu Pulsrasen kommen.

Da fast alle Schwangeren an einer leichten Anämie (Blutarmut) leiden, werden dadurch die Krankheitssymptome zusätzlich verstärkt.

Ab wann kann es in der Schwangerschaft zu niedrigen Blutdruck kommen?

Von Beginn an.
Denn eine Schwangerschaftshypotonie kann schon in den ersten Schwangerschaftswochen auftreten.

Bedenke…
Das Versorgungssystem für das Baby wird in den ersten drei Monaten komplett ausgebildet.
Somit wirken die Hormone bereits in der Frühschwangerschaft.
Und somit kann es, ab diesem Zeitpunkt schon, zu einem niedrigen Blutdruck kommen.

Ist zu niedriger Blutdruck in der Schwangerschaft gefährlich?

Mitunter schon.
Denn dadurch werden die Nährstoffversorgung und auch die Sauerstoffzufuhr gestört.
Dein Baby bekommt dann weniger Nährstoffe und die Plazenta wird nicht ausreichend durchblutet.

Dies wiederum kann zu Mangelerscheinungen führen, welche sich nachteilig auf die Entwicklung des Babys auswirken.

Sollten Schwangere bei zu niedrigen Blutdruck zum Arzt oder ins Krankenhaus?

Natürlich.
Sobald Schwindelgefühle und Flimmern einsetzen, solltest du dies mit deinem Frauenarzt besprechen.

Mitunter wird er deinen Blutdruck messen und einen Hämoglobintest durchführen.
Denn Eisenmangel und zu niedriger Blutdruck sind in Kombination immer kritisch.

Was hilft bei zu niedrigen Blutdruck in der Schwangerschaft?

Es gibt sicherlich viele Mittel und Wege den Blutdruck anzutreiben.
Doch in der Schwangerschaft kannst du nicht jedes Medikament, zu dir nehmen.

Falls du Medikamente einnimmst, solltest du dies vorher mit deinem Arzt besprechen.

Was kannst du außerdem tun?

1. Viel trinken

Trinken ist blutdruckfördernd.

Verzichte bitte beim Trinken auf süße Getränke, wie Limo, Cola oder abgepackten Ice-Tees.
Trinke stattdessen eigenen Kräutertee, am besten lauwarm.
Oder einfach nur Wasser.

2. Iss Salziges Essen

Früher glaubte man, dass Salz in der Schwangerschaft schadet.
Heute weiß man es besser.

Iss nicht übertrieben viel Salz.
Aber Salzstangen und andere salzigen Speisen sind hilfreich.

Denn du wirst dadurch mehr trinken.
Außerdem sorgen Salze dafür, dass die aufgenommene Trinkmenge in den Zellen verteilt wird.
Salzlösungen fungieren somit als Elektrolyte.

Und Elektrolyte sind wie Magnete und verteilen das Wasser, aufgrund von Anziehung- und Abstoßungskräften.

3. Beine hoch

Wenn du deine Beine hochlagerst, fließt das Blut besser zurück.
Dieses Hochlagern macht man hauptsächlich bei Krampfadern, aber auch bei zu niedrigem Blutdruck in der Schwangerschaft.

Deine Beine kannst du dabei auf die Lehne der Couch legen.
Oder du legst ein höheres Kissen unter deine Beine.

Auch typische Schwangerschaftskissen, welche du später als Stillkissen nutzt – eignen sich gut dafür.

4. Bewegung an der frischen Luft

Frische Luft ist meistens die beste Medizin.
Denn ein kräftiger Atemzug wirkt Wunder.

Der Kopf wird mal frei, der Sauerstoffgehalt in den Lungen und im Blut wird deutlich erhöht und der Kreislauf kommt in Gang.

Auch gerade bei etwas kälteren Temperaturen sind Spaziergänge hilfreich.
Die kaltfeuchte Luft ist bereits zerstäubt und dringt somit besser in deinen Kreislauf ein.

5. Beinkreisen und Füße anziehen

Langes Sitzen solltest du meiden.
Falls du aber im Büro arbeitest, kommst du um langes Sitzen nicht herum.

Kreise zwischendurch immer mal deine Füße.
Oder zieh die Fußspitzen zu dir.
All das treibt dein Kreislauf an und macht diesen, trotz des Sitzens, stabiler.

6. Stützstrümpfe oder Strumpfhosen

Was ich meine sind Kompressionstrümpfe und Strumpfhosen.
Diese Strümpfe sind speziell für Schwangere entworfen worden, welche mit dem Blutfluss zu kämpfen haben.

Somit werden durch das Tragen der Strümpfe vielerlei Schwangerschaftsbeschwerden gelindert.
Zum Beispiel:

  • bei Krampfadern
  • Ödemen
  • Thrombosen
  • oder eben bei zu niedrigem Blutdruck

7. Massagen und Bürsten

Du kannst deine Beine, deine Arme oder deinen Rücken massieren.

Dabei gibt es zwei Regeln:

  • Massagen nach unten wirken beruhigend
  • Massagen nach oben wirken aktivierend

Und in deinem Fall – solltest du dich nach oben zum Herzen hin massieren, um deinen Kreislauf zu aktivieren.

Dazu kannst du Handbürsten* oder deine Finger mit Fingernägel benutzen.
Streiche bzw. Kratze deine Beine einmal – von unten nach oben.
Dadurch wird die Durchblutung angeregt und der Kreislauf aktiviert.

8. Wechselduschen

Auch dies wirkt belebend und bringt den Kreislauf in Wallung.
Erst duscht du dich mit lauwarmen Wasser, dann kalt und dann wieder lauwarm.
Dabei beginnst du an den Füßen und wanderst mit dem Wasserstrahl nach oben.

Wichtig sind vor allem die Füße und die Beine kalt zu duschen.
Diese Prozedur machst du jeden Morgen und dies bringt deinen Kreislauf in Trapp.

9. Sport

Neben den Frischluftspaziergängen, gilt auch Sport als Super Medizin.
Gerade für Schwangere gibt es ganz spezielle Sportarten, wie Yoga, Pilates, Beckenbodentraining oder Gymnastik.

Dass wirklich Tolle daran ist…
Diese Sportarten gibt es als „normalen Sport“.
Und dann gibt es ganz spezielle Übungen und Konzepte, extra für Schwangere.

Mit diesen Sportarten werden dann gezielt gewisse Schwangerschaftsbeschwerden behandelt und du wirst gleichzeitig optimal auf die Geburtsstrapazen vorbereitet.
Such dir doch einmal einen Anbieter in deiner Umgebung und treibe etwas mehr Sport.

10. Progressive Muskelentspannung

Progressive Muskelentspannung für Schwangere ist wie Wechselduschen für Warmduscher.
Denn das Konzept ist recht ähnlich.

Es geht dabei, genauso wie beim Wechselduschen, um abwechselnde Aktivierung und darauffolgende Beruhigung.
Bei der progressiven Muskelentspannung werden bestimmte Muskeln zuerst angespannt (Aktivierung).
Dann werden diese wieder entspann.

Das Ganze wird mit Musik begleitet.
Dadurch wirst du – in eine Art Trancezustand versetzt, welcher für ein besseres Heilungsergebnis sorgt.

Progressive Muskelentspannung gibt es, als CD zu kaufen*.
Auf diesen CDs wird dir die Musik vorgespielt und es wird dir gesagt, was du in deinem Körper anspannen und entspannen sollst.
Es handelt sich somit um ein geführtes Workout für Körper und Seele.

Zusammenfassung:

  • Niedriger Blutdruck in der Schwangerschaft ist nicht so selten, wie man glaubt.
    Durch Blutstau in den unteren Körperregionen entsteht eine Mangelversorgung mit Blut, Nährstoffen und Sauerstoff.
  • Niedriger Blutdruck wirkt sich sehr nachteilig für dich aus.
    Typische Symptome sind dann Müdigkeit, Schwindel, Lustlosigkeit oder Abgeschlagenheit.
  • Ebenfalls kritisch kann es für dein Baby sein.
    Denn durch eine Unterversorgung, aufgrund des schlechten Kreislaufes, kann es zu Problemen kommen.
  • Einen zu niedrigen Blutdruck, solltest du unbedingt mit deinem Hausarzt oder Frauenarzt, besprechen.
  • Bei Hypotonie in der Schwangerschaft helfen kreislaufstimulierende Methoden, wie Wechselduschen, anderes Liegen bzw. Lagern und Bewegung.

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