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8 goldene Regeln zur Sauna in der Schwangerschaft

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Wie gefährlich ist die Sauna in der Schwangerschaft?

Du kennst das…
Kaum bist du schwanger, wird alles gefährlich.
Doch eigentlich ist die Sauna in der Schwangerschaft problemlos möglich.

Jetzt kommt das ABER.
Denn nicht für Jeden.
Einige Schwangere sollten behutsamer schwitzen, als andere.

In diesem Beitrag erfährst du, wann du mit dem Saunabesuch in der Schwangerschaft beginnen solltest.
Außerdem lernst du, ob du bedenkenlos die Sauna besuchen kannst oder nicht.
Und du erhältst wertvolle Tipps zu Schwitzkuren, Dampfbädern und Saunieren in der Schwangerschaft.

Schwanger und Sauna: Ja oder Nein? – Nicht jede Schwangere darf in die Sauna

Dürfen schon.
Aber nicht jede sollte dies auch tun.

Das Problem ist dein Kreislauf.
Denn sobald sich deine Körpertemperatur erhöht, kann dies Kreislaufprobleme nach sich ziehen.

Aber…
Falls du vor der Schwangerschaft schon ein aktiver Saunagänger warst, kannst du bedenkenlos weiterhin in die Sauna gehen.
Dein Körper ist sozusagen auf die Sauna eingestellt.
Und trotz Schwangerschaft wirst du keine Kreislaufprobleme beim Saunieren bekommen.

Schwangere, welche ungeübt sind – sollten warten.
Denn in den ersten zwei bis drei Monaten stellt sich dein Körper auf die Schwangerschaft ein.

In dieser Umstellung kommt es vor, dass du unter diversen Schwangerschaftsanzeichen – und beschwerden leidest.
Wenn du jetzt deinem Kreislauf noch einen Saunagang zumutest, kann dies gefährlich werden.
Schließlich willst du in der Sauna nicht zusammenbrechen, oder?

Also warte noch die gegebene Zeit ab.
Und dann beginne deine Saunazeit ab dem vierten Schwangerschaftsmonat.

Wieso ist die Sauna in der Schwangerschaft besonders gesund?

Dies hat vielerlei Gründe.

  1. Sauna fördert die Fitness:
    Viele Ausdauersportler nutzen die Sauna, um ihre Fitness zusätzlich zu steigern.
    Und in der Schwangerschaft kannst du gar nicht fit genug sein.
    Denn die ganze Fitness brauchst du zur Geburt.
    Somit kannst du die Sauna als ideales Fitnessprogramm für die Geburtsvorbereitung verstehen.
  2. Sauna und Schwitzen = Wasserverlust:
    Viele Schwangere plagen sich mit Ödemen und Wassereinlagerungen herum.
    Durch einfache Schwitzkuren kannst du diesem Problem entgegenwirken.
  3. Schwangerschaftsmüdigkeit einfach ausschwitzen:
    Durch das kurze Erwärmen der Körpertemperatur wird der Kreislauf zusätzlich angeregt.
    Dies ist besonders förderlich bei einigen Schwangerschaftsanzeichen, wie Müdigkeit und Abgeschlagenheit.
    Außerdem sorgt diese körperliche Ertüchtigung für erholsamen Schlaf in der Nacht.
  4. Infektionskrankheiten in der Schwangerschaft vorbeugen:
    Die Erwärmung in der Sauna ist ähnlich wie Fieber.
    Es ist somit ein Reinigungsprozess für den Körper.
    Denn dadurch werden Keime, Pilze und Viren abgetötet und ausgeschwitzt.
    Da du dich in der Schwangerschaft besonders stark vor Infektionskrankheiten schützen musst, ist diese innere Reinigung besonders förderlich.
  5. Sauna sorgt für Ruhe:
    Gemeint ist die innerliche Ruhe, welche du dort findest.
    Jede Art von Entspannung und Wellness sind besonders in der Schwangerschaft wohltuend.
    Denn deine gesamte Aufmerksam sollte nach innen gerichtet sein.
    Somit werden androhende Schwangerschaftsdepressionen oder andere psychische Schwangerschaftsleiden ebenfalls ausgeschwitzt und kommen erst gar nicht auf.

Worauf sollte eine Schwangere in der Sauna achten?

Erst einmal Saunieren ist gesund.
Und wenn du jetzt die Sauna besuchen möchtest, tut das deiner Schwangerschaft sehr gut.
Diese Saunagänge kannst du bis zur Geburt machen – kein Problem.

Dennoch gibt es ein paar Regeln, an die du dich halten solltest.

1. Am Ende deiner Schwangerschaft solltest du behutsamer Saunieren.

Denn ab der 30. Schwangerschaftswoche können die Aromaaufgüsse, Wehen auslösen.

Trotzdem kannst du weiterhin schwitzen.
Aber nur noch Blanko, ohne Aufguss.

2. Nutze während der Schwangerschaftszeit dein eigenes Saunahandtuch

Dies ist ebenfalls sehr wichtig.
Denn du weißt nicht, wie die Saunatücher gewaschen werden und welche Bleichmittel verwendet werden.

In der Schwangerschaft ist dein Scheidenmilieu anfälliger, als sonst.
Somit kann sich dein Scheiden PH Wert schon einmal verschieben.
Dadurch können Viren und Bakterien in deinen Genitalbereich vordringen.
Am Ende hast du eine Pilzinfektion, eine Blasenentzündung oder Ähnliches.

Um dies vorzubeugen, nimmst du einfach dein eigenes Saunatuch mit.
Und dieses legst du immer unter dich.
Somit kannst du dich, auch in der Sauna, nicht anstecken.

3. Sauniere in der Schwangerschaft nicht bei zu hohen Temperaturen

Im Dampfbad sind die Temperaturen meistens sehr angenehm.
Diese liegen bei circa 40 bis 50 Grad.

In der Sauna können diese schon einmal 70 Grad und drüber erreichen.
Falls du eine geübte Saunagängerin bist, kannst du weiterhin bei diesen hohen Temperaturen saunieren.

Aber, wenn du Saunaanfänger bist – solltest du nicht in der Schwangerschaft damit anfangen, dich solchen Temperaturen auszusetzen.

Es gibt auch Trockensaunen mit 50 Grad.
Diese sind für dich am Anfang besser geeignet.

4. In der Schwangerschaft ist die Sauna besser als das Dampfbad

Wieso?
Erst einmal kannst du im Dampfbad kein Handtuch unterlegen.
Du kannst das schon, aber dadurch wird dieses feucht.

Zwar sind die Überlebenschancen der Pilze und Viren bei dieser Hitze sehr gering.
Aber willst du es wirklich drauf ankommen lassen?
Also besser mit Handtuch.

Außerdem sorgt die hohe Luftfeuchtigkeit, für eine Zusatzbelastung.
Diese befreit zwar Bronchien und die Atemwege.
Dennoch ist die Luft drückend und könnte bei dir zu Beschwerden führen.

Die trockene Hitze in der Standard-Sauna ist für schwangere Frauen einfach bekömmlicher.

5. In der Schwangerschaft brauchst du einen Saunaplan

Was ich damit meine:
Es ist besser, du saunierst nach Plan.
Und zwar misst du die Zeit, welche du pro Saunagang aufwendest.

Am Anfang würde ich dir empfehlen nur 3 bis 5 Minuten in der Sauna zu sitzen.
Dann machst du circa 20 Minuten Pause.

Und schließlich trittst du dann den zweiten Saunagang an.
Dieser dauert wieder nur 3 bis 5 Minuten.
Danach gibt es wieder eine zwanzigminütige Pause.

Der dritte Saunagang sind wieder 5 Minuten und endet mit 20 Minuten Ruhezeit.

Falls dir diese Saunazeiten gut bekommen, kannst du die reine Durchgangszeit erhöhen.
So können aus 5 Minuten, später auch 10 Minuten werden.

Allerdings…
Ich würde dir empfehlen, nie mehr als 10 Minuten in der Sauna zu bleiben.
Geübte Saunagänger und Profis bleiben 15 Minuten.
Wenn du 3 x 10 Minuten aufwendest, gehörst du für eine Schwangere ebenfalls zu den Profis.

6. Während der Schwangerschaft solltest du in der Sauna unten sitzen

Heiße Luft steigt nach oben.
Die oberen Plätze in der Sauna sind somit immer die, wo es am wärmsten ist.

Ich würde dir empfehlen, unten Platz zu nehmen.
Unten ist es nicht nur angenehmer und etwas kühler.
Du kannst bei Beschwerden die Sauna auch schneller verlassen.

7. Richtiges Atmen in der Sauna

Es gibt kein Richtig oder Falsch.
Oder kann man falsch atmen?

Es ist nur so, dass durch die Nase atmen – mehr Energie liefert.
Wenn du durch den Mund atmest, bekommst du schneller Energie (wie beim Hecheln).
Und Nasenatmung ist dafür tiefer und länger.
Dadurch werden mehr Energien mobilisiert.

Deshalb ist es besser, in der Sauna durch die Nase zu atmen.
Falls dies nicht klappt, atme weiter durch den Mund.

8. Der Sprung ins Abkühlbecken ist nicht förderlich

Nach jedem Saunagang solltest du dich duschen.
Besonders erprobte Saunagänger kühlen sich direkt nach der Sauna, im eiskalten Becken ab.
Dies könnte aber zu erheblichen Kreislaufschwankungen führen.

Ich würde dir empfehlen dich kalt von oben nach unten abzuspritzen.
In der Sauna gibt es dazu einen Schlauch mit eiskaltem Wasser.
Auch Kneippbecken mit knöchelhohen eiskalten Wasser bieten sich an.

Du beginnst also mit den Füßen, danach die Beine.
Das reicht.
Den restlichen Körper kannst du bei lauwarmen Wasser abduschen.

Weniger ist mehr

Probiere die Sauna in der Schwangerschaft aus.
Du wirst dann selbst sehen, wie bekömmlich es ist.

Mach deine eigenen Saunaregeln.
Achte nur darauf, dass du deinen Kreislauf nicht herausforderst.
Denn Kreislaufprobleme sind ungesund.
Und ein Saunabesuch soll vor allem gesund sein, oder?

Zusammenfassung:

  • Die Sauna in der Schwangerschaft ist besonders wohltuend und gesundheitlich förderlich.
  • Dennoch solltest du als Schwangere nicht mehr als einmal die Woche in die Sauna gehen.
  • In der Sauna gilt für dich – Weniger ist mehr.
    Beginne mit drei Saunagängen und jeweils 5 Minuten.
    Später kannst du dich immer noch steigern.
  • Falls du Schwitzkuren und Dampfbäder gewöhnt bist, kannst du gleich zu Beginn der Schwangerschaft in die Sauna gehen.
  • Jede schwangere Frau, welche die Sauna bisher nur von außen gesehen hat, sollte bis zum vierten Schwangerschaftsmonat mit dem Saunabesuch warten.

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