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Was tun bei Schlafstörungen in der Schwangerschaft

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schlafstörungen schwangerschaft

Schlafstörungen gehören bei sehr vielen Frauen bereits zu Beginn der Schwangerschaft irgendwie dazu.
Die Ursachen dafür können vielseitig sein.

So können Sorgen, Ängste und Nöte dich nachts wach halten.
Oder aber der Hormonhaushalt spielt verrückt.

Außerdem ist das Schlafverhalten, je nach Schwangerschaftsdrittel sehr unterschiedlich.
In diesem Beitrag erhältst du 10 praktische Einschlaftipps für Schwangere.

Ursachen für Schlafstörungen in der Schwangerschaft

Wie bereits erwähnt, gibt es in jedem Schwangerschaftsmonat andere Schlafstörungen.

In den ersten drei Monaten, sind Schwangere meistens dauermüde.

So kann es durchaus sein, dass du tagsüber eigentlich nur noch schlafen willst.

Das Problem ist, dass der Nachtschlaf nicht ausreicht.
Denn dieser ist meistens nicht tief genug.
Dadurch hast du zwar die ganze Nacht geschlafen, bist aber tagsüber trotzdem schlapp und gerädert.

In den ersten drei Monaten ist jede Schwangerschaft eine riesige Umstellung.
Und deshalb geht es fast allen schwangeren Frauen so, dass Schlafstörungen einsetzen.

Grund dafür ist der Hormonhaushalt.
Dieser wird komplett auf dem Kopf gestellt.

Gerade das Progesteron, als typisches Schwangerschaftshormon, sorgt für eine enorme Müdigkeit.
Denn der Hormonspiegel steigt in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten um das 8 bis 10 fache an.
Wahnsinn, oder?

Ein zweiter Schlaffaktor ist sicherlich die Angst und Sorgen.
Diese Sorgen drehen sich hauptsächlich um die Zukunft oder ob alles mit dem Baby in Ordnung ist.

Aber das Grübeln, gerade zu Beginn der Schwangerschaft – raubt Ressourcen.
Und wenn der Nachtschlaf ausbleibt oder nicht tief genug ist – führt dies zu einer Müdigkeit tagsüber.

Auch die Blase spielt eine Rolle.
Denn du hast ständig das Bedürfnis, die Toilette aufzusuchen.
Dann kommen lediglich ein paar Tropfen heraus und spätestens zehn Minuten später, musst du schon wieder Wasserlassen.

Grund dafür ist die wachsende Gebärmutter.
Diese drückt auf die Blase und du hast das Gefühl ständig Wasser lassen zu müssen.
Dies raubt dir nachts ebenfalls den Schlaf.

Auch sämtlichen Anfangssymptome der Schwangerschaft begünstigen deine Schlaflosigkeit.
Wahrscheinlich ist dir ständig übel oder du hast Blähungen.
All das sind Probleme, welche ebenfalls ein harmonischen Ein- und Durchschlafen verhindern.
Blöd, oder?

Wird es irgendwann einmal besser?
Ja – es wird.

Schlafprobleme im zweiten Schwangerschaftsdrittel gibt es kaum.

Gemeint sind die Schwangerschaftsmonate 4, 5, 6 und 7.
Und in diesem zweiten Trimester lässt es sich richtig gut schlafen.

Denn jetzt ist dein Körper auf die Schwangerschaft eingestellt.
Dieses zweite Drittel ist das schönste der ganzen Schwangerschaft.

Du bekommst kräftiges Haar, reine Haut und die Übelkeit ist meistens auch verflogen.
Jetzt holt sich dein Körper den Schlaf zurück, welcher im ersten Trimester fehlte.

Im dritten Schwangerschaftstrimester kommen oft die Schlafstörungen zurück

Denn jetzt kommt der große Babybauch ins Spiel.
Und dieser sorgt für Rückenprobleme, Beckenbeschwerden oder für einen häufigen Harndrang.

All diese Dinge rauben dir, im dritten Schwangerschaftsdrittel, förmlich den Schlaf.
Einschlafen fällt dir immer schwerer und durchschlafen, aufgrund des übermäßigen Harndranges, ebenfalls.

Es wird oftmals auch in der Psyche kompliziert.
Und die Schlafstörungen begünstigen anhaltendere psychische Beschwerden.
So machst du dir Sorgen, um die Geburt oder hast Angst davor – was nach der Schwangerschaft passiert.
Und wieder geht das Grübeln los.

Diese depressiven Phasen kannst du am Leichtesten überwinden, indem du auf andere Gedanken kommst.
Und auf andere Gedanken kommst du, wenn du bestehende Handlungsgewohnheiten einmal überdenkst.
Falls du dich für das Überwinden von depressiven Phasen in der Schwangerschaft interessierst – kannst du diesen Beitrag lesen.

So kannst du Schlafstörungen in der Schwangerschaft überwinden

Schlafstörungen in der Schwangerschaft sind nicht gefährlich.

Allerdings…
Durch Schlafstörungen entstehen Probleme und Komplikationen, welche kritisch werden können.
Deshalb bekommst du jetzt 10 praktische Tipps und Hilfen, gegen Schlafstörungen in der Schwangerschaft.

1. In der Schwangerschaft viel trinken, nur nicht zu jeder Zeit

In der Schwangerschaft sollst du täglich mindestens 2 Liter trinken.
Besser wäre es sogar 2,5 Liter zu trinken.

Dass dies die Blasenfunktion ordentlich anregt ist gewollt, nur nicht nachts.
Deshalb solltest du vor dem Schlafen gehen, nichts mehr trinken.

Achte darauf, die 2,5 Liter bis zu 2 Stunden, vor dem Zubettgehen zu trinken.
Und danach nichts mehr.
Dann noch ein letzter Toilettengang und schließlich schläfst du durch.

2. Nachts ist seitliches Schlafen besser

Nachts grübelst du nicht nur.
Mitunter hörst du dein Herz stärker klopfen oder hast Schmerzen im Beckenbereich.

Seitliche Schlafpositionen sorgen dafür, dass dein Rücken und dein Becken entlastet werden.
Gleichzeitig sorgt diese auch dafür, dass die Venenpumpe nicht so stark belastet wird.
Dies sorgt für eine bessere Durchblutung, ergonomisch besseren Schlaf und gleichzeitig für einen besseren Abtransport von Körperflüssigkeiten.

Außerdem kann es gerade im letzten Schwangerschaftsdrittel viel bequemer sein, so zu schlafen.
Wenn der Bauch dennoch drückt, kannst du ein zusätzliches Kissen unter deinen Bauch legen.
Zwischen die Beine klemmst du dir dein Schwangerschaftskissen, welches diese Schlafposition zusätzlich begünstigt.

3. Scharfes Essen raubt dir den Schlaf

Scharfes Essen bringt dich in Wallung.
Denn Schärfe wirkt belebend.

Somit ist ein scharfes Essen, abends vor dem Schlafen, sehr ungünstig und nicht einschlaffördernd.
Du solltest stattdessen nur noch Kleinigkeiten, wie Vollkornprodukte, essen.

4. Zu viel essen, macht dich auf falsche Art und Weise müde

Du kennst das vielleicht…
Wenn du zu viel isst, geht es dir schlecht.
Du bist dann schlapp, vollgefressen und träge.
Mitunter bist du dann auch richtig müde.

Doch das viele Essen macht weder abends, noch tagsüber Sinn.
Die Müdigkeit bewirkt zwar, dass du schnell einschlafen kannst – aber der Schlaf ist nicht erholsam genug.
Denn dein Körper ist dann im Schlaf mehr mit der Verdauung beschäftigt, als mit Erholung.

Und deshalb solltest du immer so wenig essen, wie nötig.
Dies gilt für die Schwangerschaft und auch außerhalb.
Denn maßvoll zu essen, begünstigt ein gutes Einschlafen und ein erholsames Durchschlafen.

5. Zucker macht müde

Zucker bewirkt, dass dein Blutzuckerspiegel steigt.
Das macht dich erst einmal munter.

Aber…
Der Blutzuckerspiegel fällt irgendwann wieder.
Und umso höher dieser steigt, desto tiefer kann diese fallen.
Dieses Fallen sorgt wiederum für eine echte Müdigkeit und Trägheit.
Dein ganzer Körper schreit dann nach neuem Zucker.

Und deshalb solltest du, während der Schwangerschaft – so wenig, wie möglich Zucker zu dir nehmen.
Dies sorgt für mehr nachhaltige Vitalität und auch Qualität.

6. Lavendel auf dem Kopfkissen

Lavendelgeruch* wirkt beruhigend.
Und deshalb wird die Wirkung von Lavendel auch in Duftbädern, Duftkerzen oder als Aromaessens verwendet.

Dieses Lavendelöl kannst du auf dein Kissen träufeln.
Es bewirkt innere Ruhe und hilft dir beim Einschlafen.

7. CD hören zum Einschlafen

Und damit meine ich nicht unbedingt Musik.
Es gibt tolle Schwangerschaftsmeditationen auf CD, welche dich richtig runterbringen.
 
Auch ein nettes Hörbuch ist immer gut zum Einschlafen.
Und wenn du mittendrin einschläfst, ist das nicht schlimm.
Dann hörst du am nächsten Tag an der gleichen Stelle weiter.
 

8. Abends mit Zusätzen baden

Über Lavendelöl habe ich bereits geschrieben.
Es gibt auch Badezusätze aus Lavendel.

Diese Zusätze kannst du in die Badewanne tropfen und dadurch deren Wirkung entfalten lassen.
Achte nur darauf, nicht länger als 20 Minuten zu baden.
Denn zu langes Baden schadet der Haut.

Auch nach dem Baden kannst du Lavendelöl nutzen, um dich einzucremen.
Diese Öle haben zwei Vorteile:

  • Lavendelduft zur Beruhigung
  • feuchtigkeitsspendende Lotion gegen Hautprobleme und Schwangerschaftsstreifen

9. Spazieren gehen macht müde

Ein Spaziergang und tiefes Durchatmen sorgt am Abend für einen richtigen Flash.
Denn der Sauerstoffgehalt im Blut wird durch die Frischluft deutlich erhöht.

Dies bewirkt erst einmal mehr Vitalität und Energie.
Aber wenn du danach zur Ruhe kommst, dann kannst du gut Einschlafen und vor allem auch erholsam Durchschlafen.

10. Loslassen schafft Ruhe

Wer loslässt – hat zwei Hände frei.

All diese eben aufgezeigten Möglichkeiten bewirken vor allem, dass du innere Ruhe findest.

Doch manchmal genügt dies nicht.
Gerade wenn es im Außen richtig drunter und drüber geht – findest du keine innere Ruhe.
Denn die Probleme und Sorgen führen dazu, dass du deinen inneren Frieden nicht finden kannst.

Manchmal ist es sinnvoll zu sagen:

„Es ist so wie es ist und ich kann es nicht ändern.“

Dies ist keine schlechte Einstellung zum Problem.
Es ist die einzig wirkliche Wahrheit.

Einmal ausgesprochen, fällt dir eine Last von den Schultern.
Du kannst die Umstände in diesem Moment nicht ändern.
Aber du kannst diese akzeptieren.

Wenn du die Dinge akzeptierst, wie sie sind und nicht, wie sie sein sollten – schafft dies Raum.
Und zwar Raum für Möglichkeiten.

Wer loslässt, hat zwei Hände frei.

Und wer seine Probleme loslässt, ist diese los.
Mit den zwei freien Händen kannst du dann etwas Sinnvolleres machen, als deine Sorgen festzuhalten.

Zusammenfassung:

  • Schlafprobleme in der Schwangerschaft sind normal.
    Fast jede Schwangere leidet unter Einschlafstörungen.
  • Dabei unterscheiden sich die Schlafstörungen von Schwangerschaftswoche zu Woche.
    Meistens kannst du in den ersten Schwangerschaftsmonaten sehr schlecht schlafen.
    Dafür kannst du in den mittleren Schwangerschaftsmonaten, wieder besser schlafen.
    Und im letzten Schwangerschaftsdrittel werden die Schlafprobleme dann wieder größer.
  • In der Schwangerschaft kommt es immer wieder zu Schlafstörungen.
    Allerdings kannst du viele Durchschlaf- und Einschlafprobleme sehr gut behandeln.

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