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Angst & Sorgen in der Schwangerschaft – So wirst du Herr über deine Gefühlswelt

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Wieso Angst in der Schwangerschaft durchaus normal ist

Angst ist überlebenswichtig.
Dies haben alle Menschen, von ihren Vorfahren, übernommen.

Stell dir mal vor, ein Höhlenmensch hätte keine Angst gehabt.
Wahrscheinlich hätte ihn der nächste Säbelzahntiger gefressen.
Angst zu haben, ist also etwas Gutes.

Angst rückt auch immer in den Vordergrund und verdrängt alles andere in den Hintergrund.
Denn sobald die Angst erst einmal da ist, kannst du dich kaum noch auf etwas anderes konzentrieren.

Auch das ist durchaus gut.
Denn stell dir einmal vor, du siehst eine schöne Blumenwiese und bewunderst diese.
Dann taucht neben dir ein Wolf auf.
Natürlich richtet sich deine Aufmerksamkeit auf den Wolf und weg von der Wiese.
Dass die Angst äußerst einnehmend ist, ist somit auch überlebenswichtig.

Dennoch….
Heute braucht niemand mehr Angst vor Wölfen oder vor Säbelzahntiger haben.
Trotzdem sind viele Menschen in Deutschland äußerst ängstlich.

Wieso?
Man muss dabei zwei Arten von Angst unterscheiden:

  1. echte Angst vor echten Bedrohungen (Wolf und Tiger)
  2. eingebildete Angst vor möglichen Bedrohungen (Armut, Krankheit)

Und gerade die zweite Angst macht, sehr vielen Menschen zu schaffen.

Die Schwangerschaft schafft Angst vor Neuen und den damit verbundenen Gefahren

Ich schrieb bereits…
Die zweite Angst ist eine Angst, welche sich mit möglichen Gefahren beschäftigt.

Und möglichen Gefahren gibt es sehr viele in der Schwangerschaft.

  • Angst, dass man das Kind nicht versorgen kann
  • Angst davor, zu verarmen
  • Angst den Partner zu verlieren
  • Angst vor der Geburt
  • Angst, es Freunden oder der Familie zu sagen

Ich sage dir etwas….
Diese Ängste sind nicht real, aber dennoch sind diese da.

Wieso kommt es zu dieser Angst in der Schwangerschaft?

Es ist die Umstellung auf eine neue Lebenssituation.
Sich von alten Dingen lossagen, macht immer Angst.

Wir kennen das doch Alle…
Egal, wie es läuft, wir halten an Gewohnheiten fest.

  • Wir nehmen jeden Tag den gleichen Weg zur Arbeit.
  • Wir bleiben immer beim gleichen blöden Job.
  • Und wir machen immer die gleichen Fehler.

Selbst von Dingen, welche uns ständig im Weg rumstehen – trennen wir uns nicht.
Denn Gewohnheiten sorgen für Sicherheit.

Sicherheit ist eines der wichtigsten Bedürfnisse überhaupt.
Und wenn jetzt ein neuer Lebensumstand, wie die Schwangerschaft und das Baby, in unser Leben treten – macht uns das Angst.
Denn unsere Sicherheit wird massiv bedroht.

Schaffe bewusst neue Gewohnheiten

Das klingt banal, oder?
Doch das ist so. Sage dich von alten Dinge los und wähle bewusst neue Wege.

  • Nimm einen anderen Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen.
  • Sprich mit anderen Leuten, als sonst.
  • Kaufe andere Dinge und Lebensmittel ein, als gewohnt.
  • Probiere neue Kleidung aus.

Macht dir, von den eben aufgezählten neuen Möglichkeiten, irgendetwas Angst?
Oder glaubst du, dass du dazu nicht in der Lage wärst?
Dann liegt genau, dort deine Angst begründet.

Und glaube mir – dort wo die größte Angst liegt, liegt auch die größte Chance.
Neue Leute, neuer Kleidungsstil, neue Lebensumstände bieten immer die größte Chance.
Wer Sicherheit aufgibt, gewinnt Freiheit.
Und Freiheit bedeutet Glück, Zufriedenheit und wahren Reichtum.

Veränderungen sind immer dazu da, etwas Altes und Schlechtes loszuwerden.
Und wenn du heute noch Angst hast, dass dein Geld nicht für dich und dein Kind reichen wird – dann wirst du, aufgrund des Familiennachwuchses, dir einen neuen Job suchen.

Ein Kind ist eine neue Herausforderung.
Und diese neue Herausforderung wird letztlich dazu führen, dass du dich dem Leben neu stellen wirst.
Dies kann dazu führen, dass:

  • du dir endlich einen neuen Job, mit besserer Bezahlung suchst.
  • du endlich neue Leute kennen lernst, welche ebenfalls Kinder haben.
  • dich von deinem Partner trennst, welcher für dich eh niemals der Richtige war
  • dich mit deinen Eltern aussöhnst, damit sie ihr Enkelkind kennenlernen
  • dich von falschen Freunden lossagst, welche dir eh nur auf der Tasche liegen

Du siehst ein Kind setzt enorm viel frei.
Es lohnt sich nicht, über mögliche schlechte Dinge – Gedanken zu machen.
Mach dir lieber Gedanken darüber, welche Möglichkeiten durch eine Schwangerschaft bzw. Kind entstehen.

Das Potential dazu hat Jeder.
Ja jeder kann das.
Auch du.
Es gibt nur einen Unterschied zwischen Menschen, welche es erreichen und denen, welche es nicht erreichen.

„Menschen, welche etwas wollen – finden immer einen Weg – es zu bekommen.
Menschen, welche etwas nicht wollen – finden immer tausend Gründe, warum es bei Ihnen nicht geht.“

Na klingelt’s?

Schmeiß jetzt deine Angst über Bord.
Und sei der Mensch, welcher du schon immer sein wolltest.
Durch die Schwangerschaft hast du endlich die Möglichkeit dazu.

Die Angst in der Schwangerschaft ist natürlich auch hormonell bedingt

Hier spielen viele Faktoren eine Rolle.
So kann dein Blutzuckerspiegel ganz erheblichen Einfluss auf dein Wohlbefinden haben.
Aber auch dein Hormonspiegel und dein Stoffwechsel sorgen dafür, dass du dich verwundbarer fühlst.

Was du brauchst ist Serotonin.
Dies ist dein körpereigenes Glückshormon.

Serotonin lässt sich herstellen und zwar über einen Vorstufe, namens Tryptophan.
Und dieses Tryptophan ist enthalten in Kakao und Schokolade.
Kein Wunder also – dass sich Schwangerschaftsschokolade* so gut verkauft.

Was ebenfalls gut hilft, sind Bäder mit ätherischen Ölen.
Diese wirken beruhigend und sorgen so für einen harmonischen Ausgleich.

Bei besonders schwierigen Angstanfällen lohnt sich der Gang zum Arzt

Es gibt auch Frauen, welche eine regelrechte Panik in der Schwangerschaft überkommt.
Dann liegst du Nacht für Nacht wach und kommst nicht in den Schlaf.

Da sich die Psyche auch immer auf den Körper auswirkt – wird es dann auch körperliches Unbehagen geben.
In diesem Fall solltest du mit deinem Hausarzt oder Frauenarzt sprechen.

Auch ein Psychologe kann helfen.
Denn vielleicht verbirgt sich hinter deiner Angst und deinen Sorgen auch ein Trauma.
Durch die hormonelle Umstellung und den neuem Lebensabschnitt kann es sein, dass dieses Trauma jetzt zum Vorschein kam.

Ein Trauma muss dabei nicht unbedingt, etwas ganz Fürchterliches aus deiner Kindheit sein.
Es kann sich dabei auch um etwas Verdrängtes handeln, welches wie eine Narbe deine Seele markiert.
Und durch die Schwangerschaft wurde diese Markierung ausgelöst.

Zusammenfassung:

  • Angst in der Schwangerschaft ist normal und auch gut.
    Denn Angst dient der Arterhaltung und des Überlebens.
  • Um Ängste und Sorgen in der Schwangerschaft zu kontrollieren, solltest du deine Angst ergründen.
    Es kann nämlich durchaus sein, dass du an alten Lebensumständen festhalten willst – obwohl diese völlig unnütz sind.
    Ich rate dir deshalb, die Schwangerschaft und dein Baby – als Chance zu betrachten.
    Ergründe Neues, mache neue Erfahrungen und gebe ein falsches Bild von Sicherheit auf.
  • Hormonell kannst du deiner Angst begegnen, indem du gelegentlich Schokolade isst oder Duftbäder genießt.
    Erholung und Belohnungen wirken oftmals Wunder.

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