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Signale in der Schwangerschaft – Strampeln im Bauch und andere Kindsbewegungen

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Schwangerschaft Kindsbewegungen

Es beginnt immer ganz leicht.
Ab Mitte der Schwangerschaft sind zuerst nur Bewegungen in deinem Bauch zu erkennen.
Später, in der Spätschwangerschaft, erkennst du sogar Füße und Hände.

Wenn es erst einmal losgeht, gehört das Strampeln im Bauch zu den großen Ereignissen in der Schwangerschaft.
Denn dann weißt du hundertprozentig, dass mit dir und deinem Kind Alles in Ordnung ist.

Ab wann beginnt das Strampeln und die Kindsbewegungen im Bauch?

Bei jeder Schwangerschaft beginnt das Strampeln im Bauch zu einem anderen Zeitpunkt.
Denn jede Frau ist unterschiedlich.
Und jede Schwangerschaft verläuft anders.

Bevor das Kind überhaupt Strampeln kann, muss es Hände und Füße haben.
Und diese entwickeln sich zwischen der 6. und 12. Schwangerschaftswoche.

Irgendwann ist es soweit….
Zwischen der 18. und 20. Schwangerschaftswoche sollte dann, auch endlich, das Strampeln zu spüren sein.
Ab diesem Zeitpunkt sind die Kindsbewegungen auch von außen spürbar und vor allem sichtbar.

Allerdings…
Bei manchen Frauen setzen diese Kindsbewegungen früher ein, bei manchen Schwangeren etwas später.
Falls du also in der 20. SSW immer noch kein Strampeln verspürst – warte noch.

Dieses Strampeln und das Spüren der Kindsbewegungen sorgen für Schmetterlinge im Bauch.

Du kennst das.
Die berühmten Schmetterlinge im Bauch, wenn man frisch verliebt ist.
So ähnlich fühlt es sich an, was da im Mutterleib vor sich geht.

Allerding verspüren nicht alle Frauen diese Schmetterlingsgefühle.
Denn einige schwangere Frauen verspüren diese Kindsbewegungen ganz anders.
Bei denen fühlt es sich eher, wie Darmbewegungen an.

Wie auch immer.
Falls du Mitte der Schwangerschaft dein Baby zum ersten Mal spüren kannst, hören einige Sorgen abrupt auf.

Was aber, falls du dein Kind nicht spürst und immer noch kein Strampeln im Bauch einsetzt?

In einigen Schwangerschaften bewegt sich das Kind zu wenig bis gar nicht.

Dies kann darin liegen, dass du dein Kind nicht richtig spüren kannst.
Die Kindsbewegungen sind dennoch da.

Meistens ist es so, dass die Plazenta sich irgendwie dazwischen mogelt.
Diese Nachgeburt oder auch Mutterkuchen genannt, liegt dann so blöd – dass diese – die Kindsbewegungen puffert.

Wenn die Plazenta im Vorderbereich der Gebärmutter – also zwischen deiner Bauchdecke und dem Kind – liegt, strampelt das Kind dann mehr oder weniger gegen diese, statt gegen den Bauch.

Die Kindsbewegungen sind dann lediglich als Schwingungen wahrnehmbar.
Problematisch ist das überhaupt nicht und es wird sich wahrscheinlich sogar noch drehen.

In diesem Fall, solltest du Ruhe und Stille aufsuchen.
Lege die Hand auf deinen Bauch, atme tief ein und aus.
Somit nimmst du Kontakt zu dir selbst und deinem Kind auf.
In den meisten Fällen sollte dies ausreichen, um wenig später die Kindsbewegungen zu spüren.

Oftmals spürt man das Strampeln den ganzen Tag nicht.

Vielleicht hattest du das auch schon…
Den ganzen Tag über, warst du mit anderen Dingen beschäftigt – sei es Arbeit, das zukünftige Geschwisterkind, Haushalt oder Ehemann.
Tja, Mutter sein ist eben ein full-time-job.

Doch dann auf einem Mal, trifft es dich wie ein Schlag und du denkst…

Heute habe ich mein Baby noch nicht gespürt.
Keine Kindsbewegungen, kein Strampeln – Nichts.
Und gestern hat es doch noch sehr viel – wie wild und verrückt – gegen meinen Bauch gestrampelt.
Ist Alles in Ordnung?

Mach dir hier erst einmal keine Sorgen.
Denn….

Keine Kindsbewegungen bedeutet nicht, dass eine Schwangerschaftskomplikation vorliegt.

Wahrscheinlich schläft dein Kind.
Denn ab der 20. Schwangerschaftswoche überwiegen die Schlafphasen häufig.
Die Turnstunden der Babys wechseln sich mit längeren Ruhephasen ab.

In diesem Fall horche abends nochmal in dich hinein und nehme behutsam Kontakt zu deinem Kind auf.

Falls jedoch das Strampeln und die Kindsbewegungen für zwei Tage aussetzen, nimm Kontakt zu deinem Frauenarzt auf.
Es kann daran liegen, dass dein Baby unterversorgt ist.

Wie kann man während der Schwangerschaft die Kindsbewegungen gezielt provozieren?

Ganz einfach durch Ruhe und Stille.
Mit Stress geht meistens gar nichts.

Also dann:

  • Bereite dir einen wohlhaften Schwangerschaftstee vor.
  • Mach dir deine Lieblingsmusik an.
  • Und durch ein paar harmonische Tanzbewegungen oder leichtes Bauchwippen, weckst du dein Baby auf.
  • Setze dich danach auf die Couch oder einen anderen ruhigen Ort.
  • Lege beide Hände auf den Bauch und schließe die Augen.
  • Beginne mit bewussten Ein- und Ausatmen und verfolge dabei deinen Atem.
  • Erzwinge und erwarte Nichts.
  • Genieße den Augenblick und die Ruhe.
  • Lass den Alltag los und horche bewusst in dich hinein.

Irgendwann meldet sich dein Kind.
Denn die Kindsbewegung oder das Strampeln hat auch etwas mit bewussten Atmen und Achtsamkeit zu tun.

In der Ruhe liegt die Kraft.

Am besten ist….
Du gönnst dir – ab sofort – jeden Abend eine halbe Stunde Auszeit.
In dieser Zeit kannst du dich und dein Kind spüren, kannst Abendrituale vollziehen, Lieder singen oder dem Kind Geschichten erzählen.
Somit wird dein Kind gefördert, es gewöhnt sich an deinen Rhythmus und dadurch werden die Kindsbewegungen immer schneller und besser spürbar.

Du räumst dir und deinem Kind jeden Abend eine Strampelstunde ein.
Außerdem förderst du den Umgang mit deinem Baby schon im Mutterleib.
Denn Gewohnheiten sind immer fest eingebrannte Richtungen, welche entweder erfolgsversprechend oder erfolgsmindert sind.

Darum setze, bereits in der Schwangerschaft, nur noch auf erfolgsversprechende Gewohnheiten.


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