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5 Tipps bei Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft

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ödeme schwangerschaft

Wassereinlagerungen werden auch Ödeme genannt.
Diese gehören bei den meisten Schwangerschaften einfach dazu.
Gerade bei Mehrlingsschwangerschaften kommt es sehr häufig zu Wassereinlagerungen in den Extremitäten.

In diesem Beitrag möchte ich dir 5 Ratschläge und Tipps geben, was du gegen Schwangerschaftsödeme tun kannst.

Ursachen für Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft

Es gibt verschiedene Gründe, warum es zu Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft kommt.

  • Mangelernährung und schlechtes Säure-Basen-Verhältnis
  • Venendruck
  • wachsende Gebärmutter

Wassereinlagerungen treten meistens spontan und über Nacht auf.
So kann es sein, dass du morgens aufstehst und dicke Finger, Hände oder Füße hast.

Meistens liegt es daran, dass die Blutgefäße sich allgemein weiten.
Dadurch kommt es zu Stauung in den Venen.
Das Blut fließt dann zwar sehr gut nach unten, aber nur noch schlecht nach oben.

Gleichzeitig drückt eine immer größer werdende Gebärmutter auf die Venen und sorgt somit für mehr Druck in den Venen.

Dadurch wird das Wasser, also die körpereigene Flüssigkeit, schlechter verteilt und lagert sich an ungewohnten Stellen ab.

Bedenke bitte….
Der menschliche Körper besteht zu 65 % aus Wasser.
Das mag man kaum glauben, aber dieses Wasser muss verteilt werden.
Dafür wirken in jeder Zelle, Ausgleichskräfte.

Diese Kräfte arbeiten wie Magnete.
Sie stoßen sich also ab und ziehen sich wieder an.
Somit wird die körpereigene Flüssigkeit sehr gut verteilt.

Nun ist die Schwangerschaft aber ein neues Terrain.
Die Kräfte geraten durch verschiedene Umstände aus dem Gleichgewicht.
Die Folge sind dann Ödeme an Hände, Füßen und Beinen.

Wie erkennt man Ödeme in der Schwangerschaft?

Die meisten Schwangeren sehen äußerst frisch aus.

Wieso?
Weil fast alle Schwangeren leichte Wassereinlagerungen haben.
Bei den meisten wird es nur nicht zum Problem.

Denn die positive Seite ist, dass Falten über Nacht verschwunden sind.
Du bekommst Komplimente, wie jung und knackig du aussiehst.

Der negative Aspekt sind die massiveren Wassereinlagerungen, welche dich aufschwemmen.
Diese äußern sich über stark angeschwollene Beine, Füße und Hände.

Dann passen dir auf einmal keine Schuhe mehr.
Und du kannst dich in diese nur noch hineinquetschen.

Deine Strümpfe hinterlassen an den Fußgelenken starke Einschnitte und Riemen.
Und auch Armbänder, als auch Armbanduhren, passen nicht mehr richtig.

Manchmal sind diese Ödeme noch mit Schmerzen oder einem Kribbeln verbunden.
Oder es machen sich Taubheitsgefühle in den Gelenken bemerkbar.
Ein besonderer Fall ist das Karpaltunnelsyndrom, welches Wassereinlagerungen in den Händen betrifft.

Sollte man bei Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft zum Arzt gehen?

Bei massiven Anschwellen solltest du einen Arzt aufsuchen.
Denn dieses aufgedunsen sein, kann mit einer Präeklampsie – einer Schwangerschaftsvergiftung – zusammen hängen.

Bei dieser Präeklampsie treten neben den Ödemen, noch Eiweiß im Urin und ein Bluthochdruck auf.
In diesem Fall könnte oder muss eine Therapie gemacht werden.

Falls deine Wassereinlagerungen nicht wieder verschwinden und auch am nächsten Tag noch vorhanden sind – gehst du besser zum Arzt.
Eine Untersuchung zu viel ist besser, als eine zu wenig.

So kannst du Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft behandeln.

Gleich vorab…
Diese Ödeme gehören irgendwie mit dazu.
Fast jede Schwangere hat sie – mehr oder weniger.

Sie während der Schwangerschaft wieder wegzubekommen ist schwer, meistens sogar unmöglich.
Du kannst diese eigentlich nur lindern.
Erst nach der Geburt, verschwinden sie von allein.

1. Sport tut dir gut

Falls du vor deiner Schwangerschaft schon regelmäßig Sport getrieben hast, solltest du dies in der Schwangerschaft weiter tun.
Und für alle Sportmuffel wäre die Schwangerschaft ein toller Grund, mit Sport zu beginnen.

Bei Wassereinlagerungen sind sanfte Bewegungen angebracht.
So vielleicht beim Schwimmen oder leichtem Walking.
Auch Spaziergänge tun gut.

Durch dieses sanfte aber langanhaltende Ausdauertraining wird das Wasser allmählich aus dem Körper ausgeschieden.

2. Beine hochlegen und Wasser abfließen lassen

Immer wieder solltest du tagsüber deine Beine hoch legen.
Nutze dafür Kissen oder die Couchlehne.
Lagerungskissen für Schwangere unterstützen diese Positionen.

Oder aber eine Yoga-Matte auf den Boden und dann die Füße auf einen Stuhl legen.
Solche Übungen wirken Wunder.
Denn so fließt das gestaute Wasser wieder zurück und wird im Körper neu verteilt.

3. Bei Schwangerschaftsödemen seitlich schlafen

Falls du noch nicht seitlich schläfst – solltest du es jetzt einmal versuchen.
Denn durch das seitliche Schlafen drückt die Gebärmutter nicht so stark auf die Venen.
Letztlich führt dies dazu, dass die Venenpumpe besser und effektiver arbeitet.

Dadurch wird das Wasser im Körper besser verteilt und Wassereinlagerungen verschwinden über Nacht.
Zum Seitenschlafen eignen sich ebenfalls Schwangerschaftskissen ganz gut, da diese länglich sind.

4. Extra Schwangerschaftsstrümpfe bei Ödemen

Falls du vor deiner Schwangerschaft schon Wassereinlagerungen hattest, kennst du diese Strümpfe.

Du solltest diese jetzt wieder tragen.
Ganz egal, ob du gerade Ödeme hast oder nicht.
Denn die Kompressionsstrümpfe kannst du nutzen, um Wassereinlagerungen vorzubeugen.

Falls du vor deiner Schwangerschaft diese Strümpfe nicht benötigt hast, kannst du dir diese kaufen.
Dies solltest du auch tun.
Denn Stützstrümpfe sind das ideale Mittel gegen Schwangerschaftsödeme.

5. Wärme meiden

Auch ohne Schwangerschaft leiden viele Menschen an Ödemen.
Meistens treten diese dann nur bei Wärme hervor.

Somit ist klar, dass du Wärme, Sauna, Sonnenbaden usw. meiden solltest.

Zusammenfassung:

  • Ödeme treten in fast jeder Schwangerschaft auf.
    Meistens sind diese unbemerkt und auch unbedenklich.
    So verschwindet die eine oder andere Falte, wenn du schwanger bist oder die Haut sieht straffer und schöner aus.
  • Manche Schwangerschaftsödeme sind intensiver.
    Dann schwellen Beine, Hände und Füße an.
    Aber auch bei stärkeren Ödemen besteht meistens keine Gefahr.
  • Dennoch solltest du Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft untersuchen lassen.
    Denn wenn sich zu den Ödemen noch Bluthochdruck und Eiweiß im Urin gesellen, liegt eine Präeklampsie vor – welche behandelt werden muss.

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